Brasilianischer Bundesstaat Piauí erhält UNESCO-Preis für verpflichtenden KI-Unterricht an Schulen

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Das Foto wird verwendet, um das Thema zu veranschaulichen; es bezieht sich nicht auf ein konkretes Ereignis.

Der brasilianische Bundesstaat Piauí hat internationale Anerkennung für die Einführung des verpflichtenden Unterrichts in Künstlicher Intelligenz (KI) an staatlichen Schulen erhalten. Damit ist Piauí die erste Region auf dem amerikanischen Kontinent, die diesen wegweisenden Schritt unternommen hat. Die Initiative, die Anfang 2024 im Rahmen des Programms „Piauí Inteligência Artificial“ startete, erreichte bis 2025 bereits über 120.000 Schüler der Oberstufe und der neunten Klassen.

Im Oktober 2025 wurde dem Bundesstaat von der UNESCO der König-Hamad-bin-Isa-Al-Khalifa-Preis für den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Bildungswesen verliehen. Das Projekt wurde als ein „umfassendes und inklusives Modell“ gewürdigt. Diese Auszeichnung stellt Piauí in eine Reihe mit Nationen, die massiv in die KI-Ausbildung investieren, darunter China, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Bis zum Jahr 2025 hatten rund 800 Lehrkräfte die notwendige Schulung absolviert, um den Unterricht in den 540 Schuleinheiten des Bundesstaates zu leiten. Der Bildungssekretär von Piauí, Washington Bandeira, betonte, dass das Ziel darin bestehe, junge Menschen auszubilden, die sowohl für den Arbeitsmarkt gerüstet sind als auch die Rolle der KI in der Gesellschaft kritisch hinterfragen können. Der auf drei Jahre angelegte Studienzyklus integriert ethische Aspekte der KI-Nutzung in alle Module und kombiniert digitale sowie Präsenzformate, um die Zugänglichkeit zu gewährleisten.

Die Umsetzung des Programms ging Hand in Hand mit erheblichen infrastrukturellen Modernisierungen. Bis 2025 überschritt die Ausstattungsquote staatlicher Schulen mit Computerräumen 80 Prozent, was eine deutliche Steigerung gegenüber den Werten der vorherigen Verwaltung darstellt. Die Entwicklung des Lehrplans erfolgte in enger Kooperation mit föderalen Einrichtungen, darunter das Instituto Federal Farroupilha (IFFar), die Universidade Federal do Pampa (Unipampa) und die Universidade Federal do Rio Grande do Sul (UFRGS).

Erste pädagogische Erfolge sind bereits sichtbar: Schüler aus Piauí haben eigene Projekte entwickelt, darunter eine Anwendung zur Katalogisierung von Saatgut, und haben es in die Endrunde der Internationalen Olympiade für Künstliche Intelligenz (IOAI) 2025 in Peking, China, geschafft. Die UNESCO-Auszeichnung 2025 stand unter dem Motto „Schüler und Lehrkräfte auf den ethischen und verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz vorbereiten“, wobei Piauí neben Initiativen aus Belgien, Ägypten und dem Vereinigten Königreich hervorgehoben wurde.

Dieser Vorstoß des Bundesstaates Piauí gilt Experten als wichtiger Kompass für andere Gerichtsbarkeiten, die sicherstellen wollen, dass die technologische Revolution zu einem gerechten Zugang zu zukünftigem Wissen führt. Es wird hervorgehoben, dass der ganzheitliche Ansatz zur Skalierung dieser Innovationen sowohl die Schulung der Pädagogen als auch die Verankerung ethischer Diskussionen im Lehrplan umfasste.

Quellen

  • Terra

  • Programa de ensino de Inteligência Artificial nas escolas públicas da rede estadual do Piauí ganha prêmio da Unesco

  • Projeto “Piauí Inteligência Artificial” é finalista de prêmio global da Unesco

  • Inteligência artificial revoluciona escolas públicas no Piauí e amplia oportunidades para estudantes

  • Rede pública do Piauí vira modelo com salto tecnológico e ensino de IA

  • Piauí é destaque no Educação Já 2025 com pioneirismo em Inteligência Artificial na educação básica

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