Geophysikalische Studie identifiziert massive Gesteinsstruktur unter Bermuda, erklärt Inselhebung
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Eine wissenschaftliche Untersuchung, die Ende 2025 veröffentlicht wurde, liefert eine definitive Erklärung für die anhaltende vertikale Position der Bermuda-Inseln im Nordatlantik. Forscher konnten die Existenz einer bisher unbekannten, kolossalen geologischen Formation nachweisen, die sich direkt unter der ozeanischen Kruste erstreckt und damit traditionelle Modelle der Erdstruktur herausfordert. Die Entdeckung wurde im Fachjournal Geophysical Research Letters publiziert und konzentriert sich auf eine Gesteinsschicht von etwa 20 Kilometern Dicke, die zwischen der Kruste und dem darunterliegenden Erdmantel eingebettet ist.
Die Methodik zur Identifizierung dieser Anomalie beruhte auf der akribischen Analyse seismischer Wellen, die von globalen Erdbeben aufgezeichnet wurden. William Frazer, Seismologe bei Carnegie Science in Washington D.C. und Hauptautor der Studie, erklärte, dass unter der ozeanischen Kruste normalerweise direkt der Mantel erwartet werde. Im Fall von Bermuda fanden die Wissenschaftler jedoch eine zusätzliche, weniger dichte Schicht, die wie ein geologisches „Floß“ agiert. Diese Auftriebskraft ist der Grund dafür, dass der Meeresboden unter Bermuda um ungefähr 500 Meter über das umgebende Niveau angehoben bleibt, ein Phänomen, das als „Bermuda oceanic swell“ bekannt ist.
Diese geophysikalische Besonderheit unterscheidet sich von typischen vulkanischen Inseln wie Hawaii, die nach dem Erlöschen ihrer vulkanischen Aktivität durch Abkühlung der Kruste allmählich absinken. Bermuda hingegen zeigt seit seiner letzten bekannten Eruption vor rund 31 Millionen Jahren keine Anzeichen von Absinken. Jeffrey Park von der Yale University, Mitautor der Untersuchung, trug zur seismologischen Datenanalyse bei, welche diese einzigartige Tiefenstruktur abbildete. Die Hypothese legt nahe, dass während der letzten vulkanischen Phase Mantelgesteine unter die Kruste injiziert wurden, dort erstarrten und diese ungewöhnliche Basis schufen.
Die Implikationen dieser Feststellung sind weitreichend für die Geophysik, da sie eine Neubewertung der Modelle zur Stützung und Hebung ozeanischer Inseln über geologische Zeiträume hinweg erfordert. Sara Mazza, eine Geologin vom Smith College in Massachusetts, die nicht an der Studie beteiligt war, verwies auf die historische Position Bermudas im Zentrum des ehemaligen Superkontinents Pangea als möglichen Schlüssel zur Erklärung seiner Einzigartigkeit. Die Analyse der seismischen Daten ermöglichte es den Forschern, ein vertikales Bild der Gesteinsschichten bis zu einer Tiefe von etwa 50 Kilometern unter der Insel zu erstellen. Die Wissenschaftler planen nun, ähnliche seismische Untersuchungen auf andere Inseln weltweit auszudehnen, um festzustellen, ob vergleichbare Unterbauten existieren.
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Quellen
Estadão
CPG Click Petróleo e Gás
Aventuras na História
ZAP Notícias
LiveScience
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