Der britische Premierminister Starmer beendet seinen China-Besuch
Starmer schließt China-Besuch mit Handels- und Reiseabkommen ab
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Der britische Premierminister Sir Keir Starmer beendete am Freitag, den 30. Januar 2026, seinen hochrangigen Besuch in der Volksrepublik China. Der Abschluss der Reise folgte auf Gespräche am Vortag in Peking mit Präsident Xi Jinping. Dieser diplomatische Vorstoß, der erste eines britischen Regierungschefs seit 2018, verfolgte das Ziel, die Beziehungen zu Peking neu auszurichten und eine „ausgereiftere“ Partnerschaft zu etablieren, wie Starmer betonte.
Die Reise fand trotz öffentlicher Mahnungen des US-Präsidenten Donald Trump statt, der eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zu China als „sehr gefährlich“ eingestuft hatte. Starmer, der das Amt am 5. Juli 2024 antrat, begegnete diesen Bedenken mit der Feststellung, das Vereinigte Königreich müsse „nicht zwischen Washington und Peking wählen“. Nach einem 80-minütigen Treffen mit Xi Jinping berichtete Starmer von „wirklich guten Fortschritten“, die zu konkreten Zugeständnissen in den Bereichen Handel und Reiseverkehr führten.
Zu den erzielten wirtschaftlichen Erleichterungen zählt die Halbierung der Zollbelastung für Scotch Whisky von 10% auf 5%, was Starmer als Beleg für eine „viel breitere Öffnung“ für britische Unternehmen wertete. Darüber hinaus wurde die Visumpflicht für britische Staatsbürger bei Aufenthalten bis zu 30 Tagen aufgehoben, wodurch das Vereinigte Königreich zu den 50 Nationen gehört, die von dieser Erleichterung profitieren. Premier Li Qiang äußerte sich positiv zu einer Stärkung der wirtschaftlichen Kooperation im Kontext von Chinas Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030.
Die britische Delegation umfasste fast 60 Führungskräfte aus Wirtschaft und Kultur, darunter Vertreter von Unternehmen wie der Octopus Energy Group. Gleichzeitig wurden sensible Themen angesprochen: Starmer gab an, die Inhaftierung des Medienmoguls Jimmy Lai sowie die Behandlung der Uiguren-Minderheit „respektvoll diskutiert“ zu haben. Die Reise folgt auf eine Phase angespannter Beziehungen, die Starmer selbst als „Eiszeit“ bezeichnete, und steht im Kontext der angespannten US-chinesischen Dynamik.
Die Gespräche in Shanghai am 30. Januar 2026 markierten den Abschluss der Verhandlungsphase, die auf eine Stabilisierung der Beziehungen über die „Rückschläge“ der letzten Jahre hinaus abzielte. Die britische Regierung sieht in der Annäherung einen Weg zur Belebung der heimischen Wirtschaft, die mit einer Inflationsrate von 3,5% und einem prognostizierten Wachstum von 1,2% für 2026 konfrontiert ist. Als Zeichen der langfristigen Absicht wurde Präsident Xi Jinping eine formelle Einladung zu einem zukünftigen Staatsbesuch im Vereinigten Königreich ausgesprochen.
Quellen
Daily Mail Online
GOV.UK
GOV.UK
1News
Reuters
The Guardian
Chinadaily.com.cn
