Iran legt Zehn-Punkte-Gegenentwurf vor; Trump bekräftigt Ultimatum
Bearbeitet von: Aleksandr Lytviak
Die Islamische Republik Iran übermittelte am Montag einen zehnpunktigen Gegenvorschlag an die Vereinigten Staaten. Die Übergabe erfolgte unter der Vermittlung Pakistans, wobei Teheran explizit einen temporären Waffenstillstand ablehnte und stattdessen auf einer vollständigen und dauerhaften Beendigung der Konflikte unter iranischen Bedingungen bestand. Diese formelle Antwort erfolgte kurz vor dem kritischen Ultimatum von US-Präsident Donald Trump, das andernfalls massive Luftangriffe auf iranische Infrastruktur androhte.
Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass zu den Kernforderungen des iranischen Papiers die Beendigung der israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon sowie die vollständige Aufhebung aller Sanktionen zählten. US-Präsident Trump bestätigte den Eingang des Dokuments im Weißen Haus und bezeichnete es als „bedeutenden Schritt“ und „sehr signifikante Geste“, fügte jedoch hinzu, es sei „nicht gut genug“, um die Krise beizulegen. Trotz diplomatischer Kontakte, an denen auch Vizepräsident JD Vance über pakistanische Kanäle beteiligt war, bestätigten Regierungsbeamte, dass keine Verlängerung der Frist zu erwarten sei.
Präsident Trump verschärfte seine Rhetorik und drohte, dass ohne eine Einigung am Dienstag „die Hölle über sie hereinbrechen“ würde, wobei er die Zerstörung jedes Brückenbauwerks und jedes Kraftwerks in Iran bis zum nächsten Abend in Aussicht stellte. Die iranische Haltung, die einen dauerhaften Abschluss des Konflikts anstrebt, steht im Kontrast zu den ursprünglichen Forderungen Washingtons. Iran lehnte einen zuvor von ägyptischen, pakistanischen und türkischen Vermittlern vorgeschlagenen 45-tägigen Waffenstillstand als unzureichend ab, da dies lediglich eine „Pause“ für die militärischen Kräfte des Gegners bedeuten würde.
Ein zentraler wirtschaftlicher Punkt des iranischen Rahmens betrifft die Seewege: Im Gegenzug für Zugeständnisse würde Iran seine faktische Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus aufheben. Dieses Angebot beinhaltet die Erhebung einer Transitgebühr von etwa zwei Millionen US-Dollar pro Schiff, das die Meerenge durchquert. Der iranische Anteil dieser Einnahmen soll, laut Vorschlag, mit dem Oman geteilt und für den Wiederaufbau der durch frühere Angriffe beschädigten Infrastruktur verwendet werden. Die Einführung solcher Gebühren wird von Analysten als potenzieller Treiber für erhöhte globale Transport- und Versicherungskosten gesehen.
Mojtaba Ferdousi Pour, Leiter der iranischen diplomatischen Mission in Kairo, erklärte gegenüber der Associated Press, dass man nur eine Beendigung des Krieges mit Garantien gegen zukünftige Angriffe akzeptiere, da das Vertrauen in die US-Administration nach zwei früheren Bombardierungen während der Gespräche verloren gegangen sei. Die angespannte Lage wird durch die Eskalation der Drohungen seitens des US-Präsidenten unterstrichen, der erklärte, er sei „überhaupt nicht“ besorgt über mögliche Kriegsverbrechen. Ungeachtet der diplomatischen Bemühungen bleibt die Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus, durch die im Friedenszeiten ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird, eine zentrale Bedingung für Washington.
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Quellen
Stirile ProTV
Hrvatski Medijski Servis
The New York Times
Reuters
Al Jazeera
CBS News
The Japan Times
Reuters
The Wall Street Journal
Axios
The Times of Israel
The Jerusalem Post
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