Das Jahr 2025: Weltraum-Erfolge inmitten orbitaler und terrestrischer Herausforderungen

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Das Durchbruchjahr der Raumfahrt: Die Top-10-Geschichten des Jahres 2025

Das Kalenderjahr 2025 zeichnete sich durch eine vielschichtige Gemengelage aus bahnbrechenden Erfolgen in der robotischen Weltraumforschung, sich wandelnden geopolitischen Dynamiken im Orbitmanagement und bemerkenswerten Anomalien in der Erdrotation sowie der terrestrischen Geologie aus. Diese Themenkomplexe, die bei Lesern auf großes Interesse stießen, reichten von der Bewältigung der unmittelbaren Umgebung der Erdumlaufbahn bis hin zu Tiefenraum-Aufklärungsmissionen und tiefgreifenden Umweltveränderungen auf unserem Planeten.

Die Sicherheit im Orbit erlebte einen Moment pragmatischer internationaler Kooperation. Die chinesische National Space Agency (CNSA) übermittelte proaktiv eine Warnung vor einer möglichen Kollision zweier Satelliten an die NASA. Diese frühzeitige Kommunikation führte zur temporären Außerbetriebnahme eines US-amerikanischen Flugkörpers, um ein notwendiges Ausweichmanöver zu ermöglichen. Dies deutete auf eine Verschiebung hin zu einem direkteren Austausch von Informationen zur Verkehrssteuerung im Weltraum hin. Im Gegensatz dazu sah sich die US-amerikanische Innenpolitik im Weltraum mit fiskalischen Debatten konfrontiert. Die Trump-Administration bewilligte 85 Millionen US-Dollar für die Verlegung des Space Shuttles Discovery zum Space Center Houston, wobei unabhängige Schätzungen darauf hindeuteten, dass die tatsächlichen Kosten auf 325 Millionen US-Dollar ansteigen könnten.

Auch personelle Änderungen beeinflussten internationale Missionen. Anfang Dezember wurde der Kosmonaut Oleg Artemjew aus der SpaceX Crew-12 Mission entfernt. Grund war Berichten zufolge die mutmaßliche Weitergabe vertraulicher Dokumente, welche die International Traffic in Arms Regulations (ITAR) verletzt haben könnten. Sein Ersatz durch den Kosmonauten Andrei Fedjajew stellte jedoch die Einhaltung eines bereits bestehenden Sitzplatztauschabkommens mit Roskosmos sicher.

Die Planetologie präsentierte den Erdbewohnern ein terrestrisches Rätsel: Am 22. Juli 2025 erlebte die Erde ihren zweitkürzesten Tag aller Zeiten, gefolgt von einer noch kürzeren Rotation am 5. August. Das Ereignis vom Juli führte dazu, dass der Planet seine Umlaufbahn um 1,34 Millisekunden schneller als die üblichen 24 Stunden vollendete. Dieser Trend zur Beschleunigung war seit 2020 beobachtet worden. Obwohl einige Wissenschaftler den Einfluss der Mondgravitation vermuten, wenn dieser am weitesten vom Äquator entfernt ist, bleibt die genaue Ursache Gegenstand intensiver Forschung. Einige Modelle prognostizieren, dass bei Fortdauer dieses Trends bis 2029 die Einführung einer negativen Schaltsekunde in Atomuhren notwendig werden könnte. Diese irdische Geschwindigkeitszunahme fiel mit intensiver Sonnenaktivität aus dem Maximum des Sonnenzyklus 25 zusammen. Dies ermöglichte es, das Nordlicht global in ungewöhnlich niedrigen Breitengraden zu beobachten – eine Aktivität, die laut Wissenschaftlern voraussichtlich bis 2027 andauern könnte.

Die robotische Exploration verbuchte große Triumphe. Dazu zählte die erstmalige Aufnahme von Bildern des interstellaren Kometen 3I/2025 N1 (ATLAS) durch das James Webb Space Telescope (JWST). Dieser Himmelskörper, der am 1. Juli 2025 durch die ATLAS-Durchmusterung in Chile entdeckt wurde, war der dritte bestätigte interstellare Besucher. JWST-Beobachtungen am 6. August 2025, durchgeführt mit dem NIRSpec-Instrument, begrenzten den Kerndurchmesser des Kometen auf unter 5,6 km und ermittelten ein CO₂/H₂O-Mischungsverhältnis von etwa 7,6:1, was auf eine reichhaltige Kohlendioxidzusammensetzung hindeutet. Unabhängig davon setzte der Perseverance-Rover seine geologische Kartierung nahe dem Jezero-Krater fort und katalogisierte Proben wie einmal geschmolzenes Material sowie spezifische Kraterrandproben, die als „Silver Mountain“ in der Nähe der Formation „Witch Hazel Hill“ bezeichnet wurden.

Das Jahr brachte auch erhebliche geologische Turbulenzen näher an der Heimat: Das Land um den Lac Rouge in Quebec brach ein, was zur vollständigen Entleerung des Sees zwischen dem 29. April und dem 14. Mai 2025 führte. Dieses Ereignis löste Erdrutsche aus, welche die traditionellen Subsistenzgebiete der Cree First Nation von Waswanipi beeinträchtigten, da das Wasser in Richtung Doda Lake umgeleitet wurde. Irene Neeposh, die Häuptlingin von Waswanipi, betonte den beispiellosen Charakter dieser Entwässerung, die einige Experten möglicherweise mit einer beeinträchtigten Bodenintegrität nach früheren Waldbränden in den Jahren 2019 und 2023 in Verbindung brachten. Im Gegensatz zu dieser irdischen Erschütterung beendete der biologische Satellit Bion-M Nr. 2 seine 30-tägige Mission am 19. September 2025 erfolgreich. Er kehrte mit 75 Mäusen und über 1.500 Fliegen zurück, um Daten über die biologische Anpassung an den Raumflug zu liefern. Das Jahr fand seinen Abschluss mit der totalen Mondfinsternis, die in der Nacht vom 7. auf den 8. September über Asien und Europa sichtbar war. Ihre 82-minütige Totalitätsphase bot einen letzten, markanten visuellen Kontrast zu den komplexen orbitalen und politischen Entwicklungen des Jahres.

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Quellen

  • Space.com

  • Space.com

  • primetimer.com

  • Northern Virginia Magazine

  • The Economic Times

  • Much Better Adventures

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