Schlechte Nachrichten aus Baikonur: Nach dem heutigen Start ist die Servicekabine unter der Rakete eingestürzt, wodurch die gesicherte, auf Schienen montierte Plattform direkt in den Flammengraben gerutscht ist.
Drei neue Kosmonauten erreichen ISS nach Baikonur-Startschaden
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Am 27. November 2025 dockte das Raumschiff Soyuz MS-28 erfolgreich an der Internationalen Raumstation (ISS) an und erhöhte die dortige Besatzungsstärke vorübergehend auf zehn Personen. Der Andockvorgang folgte nur wenige Stunden auf den Start vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan. An Bord des Raumschiffs befanden sich der NASA-Astronaut Chris Williams sowie die Roskosmos-Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev, die nun die Mitglieder der laufenden Expedition 73 verstärken.
Der amerikanische Astronaut Christopher Williams ist der Erste, der durch die Luke geht, gefolgt von den russischen Kosmonauten Sergei Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev
Die neu eingetroffene Gruppe traf auf die bereits anwesenden ISS-Bewohner: die NASA-Astronauten Mike Fincke, Zena Cardman und Jonny Kim, den JAXA-Astronauten Kimiya Yui sowie die Roskosmos-Kosmonauten Sergey Ryzhikov, Alexey Zubritsky und Oleg Platonov. Die achtwöchige Mission der neuen Crew soll im Sommer 2026 enden. Der erfolgreiche Transfer in den Orbit steht jedoch im Kontrast zu Berichten über signifikante Schäden an der Bodeninfrastruktur in Baikonur, die nach dem Start bekannt wurden.
Konkret wurde eine Beschädigung der Startanlage 31 festgestellt, wobei die mobile Serviceplattform Berichten zufolge in den Flammengraben eingestürzt ist. Diese Situation hat unmittelbare Bedenken hinsichtlich der kurzfristigen Kapazität Russlands für bemannte Starts von dieser historischen Anlage aufgeworfen, von der aus seit 1961 ununterbrochen bemannte Flüge stattfanden. Roskosmos bestätigte, dass Ersatzteile für die Instandsetzung des Startkomplexes verfügbar seien und die Reparaturen in naher Zukunft erfolgen sollen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Die Relevanz dieses Ereignisses liegt in der Notwendigkeit, den kontinuierlichen Betrieb der ISS bis zu ihrer geplanten Stilllegung am Ende dieses Jahrzehnts zu sichern. Der Start der Soyuz MS-28, die die Missionsbezeichnung ISS 74S trägt, erfolgte mit einer Soyuz-2.1a-Rakete über ein schnellstmögliches Rendezvous-Profil im Rahmen des Kreuzflugabkommens zwischen NASA und Roskosmos. Die geplante Landung der MS-28-Besatzung ist für den 26. Juli 2026 in der Kasachischen Steppe vorgesehen, was eine Aufenthaltsdauer von etwa 240 Tagen bedeutet. Die Ereignisse unterstreichen die kritische Bedeutung diversifizierter Zugangsmethoden zur Aufrechterhaltung der menschlichen Präsenz im All.
Die Übergabe der Stationsleitung ist für den 7. Dezember 2025 angesetzt, wenn Ryzhikov das Kommando an Fincke übergeben wird, bevor die Expedition 73 am 9. Dezember 2025 mit dem Abflug der Soyuz MS-27-Besatzung endet. Die nachfolgende Expedition 74 wird ebenfalls an diesem Tag beginnen. Die erfolgreiche Andockung der MS-28 erfolgte um 12:34 UTC am Rassvet-Nadir-Kopplungsstutzen der ISS.
Quellen
SpaceDaily
Vertex AI Search
SpacePolicyOnline.com
Interfax
INVC NEWS
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