Anhaltende Winterstörungen legen europäischen Verkehr am 7. Januar 2026 lahm
Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17
Die europäische Infrastruktur sah sich am 7. Januar 2026 mit weitreichenden Beeinträchtigungen durch ein schweres Winterwetterereignis konfrontiert, das den Reiseverkehr massiv störte. Diese Situation ist Teil eines größeren meteorologischen Phänomens, das als Große Eurasische Atmosphärische Trennung bezeichnet wird. Dieses Phänomen wurde durch den Zusammenbruch des stratosphärischen Polarwirbels Ende 2025 ausgelöst und führte zu extremen und konkurrierenden Wettersystemen auf dem Kontinent.
In den Niederlanden führte die anhaltende Bedrohung durch Schneestürme zu drastischen Maßnahmen im Luftverkehr. Die Fluggesellschaft KLM, die älteste noch existierende Fluggesellschaft der Welt, musste allein für Mittwoch, den 7. Januar, weitere 600 Flüge annullieren, zusätzlich zu den 400 Streichungen vom Vortag. Der internationale Flughafen Schiphol in Amsterdam, ein zentraler europäischer Verkehrsknotenpunkt, erlebte dadurch eine anhaltende Krise, die in den Tagen zuvor bereits zu über 1.120 KLM-Stornierungen und potenziell 50.000 bis 75.000 gestrandeten Passagieren geführt hatte. Auch der nationale Schienenverkehr in den Niederlanden war zeitweise nahezu vollständig stillgelegt, was auf wetterbedingte Weichenstörungen und technische Probleme zurückzuführen war. Das niederländische Wetterinstitut KNMI hatte für Mittwoch in weiten Teilen des Landes die Warnstufe Code Orange wegen Schnee und Glätte ausgerufen, mit erwarteten 3 bis 5 Zentimetern Neuschnee im Landesinneren.
Frankreich erlebte ebenfalls erhebliche Turbulenzen, insbesondere im Luftverkehr rund um die Hauptstadt. Der Flughafen Paris Charles de Gaulle musste mindestens 40 Prozent der für Mittwoch angesetzten Flüge streichen, um notwendige Räum- und Enteisungsarbeiten durchführen zu können. Bereits am Vortag, dem 6. Januar 2026, hatten kräftige Schneefälle die Dächer von Paris unter einer weißen Decke begraben, und die Temperaturen fielen unter den Gefrierpunkt, was zu gefährlichen Straßenverhältnissen führte. Die Störungen in Frankreich umfassten zudem den regionalen Zugverkehr in mehreren Departements.
Die eisigen Temperaturen stellten in weiten Teilen Mitteleuropas eine signifikante Herausforderung dar. In Deutschland wurden am frühen Dienstag, dem 6. Januar, in den südlichen und östlichen Regionen Temperaturen von unter minus 10 Grad Celsius gemessen. Im Vereinigten Königreich wurde die kälteste Nacht des Winters verzeichnet, wobei die Quecksilberanzeige in Norfolk über Nacht auf bis zu -12,5 Grad Celsius sank. Diese Kältewellen sind Teil des kontinentalen Wintersystems, das Osteuropa und die Russische Föderation betrifft, während Westeuropa von einem maritim geprägten Sturmsystem dominiert wird.
Zusätzlich zu den Verkehrsbehinderungen durch Kälte und Schnee führten starke Niederschläge in Form von Schnee und Regen im Westbalkan zu weiteren Konsequenzen. Berichte bestätigten Todesfälle und Überschwemmungen in der Region, darunter ein Todesfall in Sarajevo. Im rumänischen Kreis Alba waren beispielsweise am 6. Januar fast 8.000 Haushalte zum vierten Tag in Folge ohne Stromversorgung, und auch in Serbien kam es zu zahlreichen Ausfällen. Diese kombinierten Wetterextreme unterstreichen die Anfälligkeit der europäischen Infrastruktur für gleichzeitige Kälte- und Feuchtigkeitsereignisse, was eine ständige Anpassung der Betriebsabläufe von Verkehrsunternehmen und Behörden erforderte.
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Quellen
Otago Daily Times Online News
Aachener Zeitung
Deutschlandfunk
Mirror
SiOL
unn.ua
Travel Weekly
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Vertex AI Search
Helsinki Times
Wikipedia
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proplanta.de
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