Moderater Koffeinkonsum mit reduziertem Demenzrisiko assoziiert: Langzeitstudie publiziert
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Eine umfangreiche prospektive Analyse, die Daten von über 131.000 Teilnehmern aus der Nurses' Health Study (NHS) und der Health Professionals Follow-up Study (HPFS) über einen Zeitraum von bis zu 43 Jahren auswertete, hat einen Zusammenhang zwischen moderatem Koffeinkonsum und einem geringeren Demenzrisiko hergestellt. Die im Fachjournal JAMA veröffentlichte Untersuchung wurde von Wissenschaftlern der Harvard Medical School und des Mass General Brigham geleitet und umfasste 86.606 weibliche Teilnehmerinnen der NHS-Kohorte von 1980 bis 2023 sowie 45.215 männliche Teilnehmer der HPFS-Kohorte von 1986 bis 2023, die in die Demenzanalyse einbezogen wurden. Insgesamt entwickelten 11.033 Teilnehmer eine Demenz während der Beobachtungszeit.
Die Analyse ergab, dass Personen mit der höchsten Aufnahme von koffeinhaltigem Kaffee – definiert als zwei bis drei Tassen täglich oder mehr – ein um etwa 18 Prozent geringeres Demenzerkrankungsrisiko aufwiesen, verglichen mit Probanden mit geringem oder keinem Konsum. Dieser protektive Effekt wurde spezifisch dem Koffein zugeordnet, da entkoffeinierter Kaffee keine vergleichbaren kognitiven Vorteile manifestierte. Ähnliche positive Assoziationen zeigten sich bei einem Konsum von ein bis zwei Tassen Tee täglich.
Wissenschaftler vermuten, dass bioaktive Bestandteile wie Koffein und Polyphenole im Kaffee entzündungshemmend wirken und die vaskuläre Gesundheit im Gehirn unterstützen könnten, was zur Langlebigkeit der kognitiven Funktionen beiträgt. Die höchste Risikoreduktion wurde bei einer Zufuhr von etwa zwei bis drei Tassen koffeinhaltigem Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee pro Tag beobachtet, was auf eine mögliche Sättigung des Nutzens bei höherer Dosis hindeutet.
Neben der Demenzinzidenz zeigten die Ergebnisse auch eine geringfügig bessere Leistung bei objektiven kognitiven Tests in der NHS-Kohorte bei höherem Koffeinkonsum sowie eine niedrigere Prävalenz von subjektiver kognitiver Beeinträchtigung. Experten betonen jedoch, dass diese Beobachtungsstudie eine Assoziation und keinen kausalen Beweis darstellt und Koffeinkonsum lediglich ein Faktor im Kontext eines umfassend gesunden Lebensstils zur Prävention kognitiver Erkrankungen ist.
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Quellen
The Star
Future Trends in Decaf - DRWakefield
Coffee Facts - Coffee Association of Canada
JAMA
15 Canada Coffee Statistics to Know in 2026
Rainbo - Transform Your Health With The Power of Mushrooms
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