Akzeptanz negativer Emotionen als Schlüssel zur psychischen Gesundheit von Frauen über Vierzig
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die Erreichung eines echten psychologischen Wohlbefindens, insbesondere für Frauen, die im Jahr 2026 die Schwelle von vierzig Lebensjahren überschreiten, erfordert die grundlegende Akzeptanz negativer Gefühlslagen wie Ärger, Frustration und Traurigkeit. Die anhaltende Unterdrückung dieser inneren Regungen behindert nach Ansicht der Psychologin Šárka Kučerová die Entwicklung einer authentischen Selbstannahme und somit das persönliche Wachstum. Diese negativen Emotionen sind nicht als Störfaktoren zu verstehen, sondern fungieren als ein unverzichtbarer innerer Kompass, der auf spezifische Lebensbereiche hinweist, in denen notwendige Anpassungen für eine verbesserte Lebensqualität vorgenommen werden sollten.
Während die Forschung der Positiven Psychologie die Wichtigkeit positiver Emotionen betont, unterstreicht der zugrundeliegende Ansatz die Notwendigkeit der Integration negativer Erfahrungen. Ein umfassender Ansatz zur Selbstverbesserung integriert psychologische Erkenntnisse mit traditionellen Ansätzen der Frauenheilkunde, um die gesamte Historie, Erwartungshaltung und frühkindliche Muster einer Frau zu berücksichtigen. Die Phase der Menopause kann paradoxerweise als Katalysator für eine erneuerte Lebensperspektive dienen, was zur Entdeckung der „inneren Wahrheit“ und zur Entfaltung innerer Stärke führen kann, wenn lange unterdrückte Gefühle an die Oberfläche gelangen.
Experten wie Prof. Dr. Mandy Mangler, Gynäkologin und Chefärztin in Berlin, thematisieren die Wechseljahre als psychosomatische Schwellensituation, bei der körperliche und psychische Symptome eng miteinander verbunden sind. Die Psychologie untersucht, wie das Gehirn den Eierstöcken signalisiert, die Produktion einzustellen, was die tiefe Verbindung zwischen Psyche und körperlichen Prozessen verdeutlicht. Dies unterstreicht die Relevanz eines ganzheitlichen Blicks auf die weibliche Gesundheit, der über rein biologische Aspekte hinausgeht.
Konkrete Schritte zur Erreichung dieser Selbstakzeptanz umfassen die Inanspruchnahme psychotherapeutischer Unterstützung, die regelmäßige Praxis von Achtsamkeitstechniken sowie gezielte Methoden zur Selbstentdeckung. Eine empfohlene Übung ist die „Woche der Freundlichkeit zu sich selbst“, welche den Fokus auf einen mitfühlenden inneren Dialog und die Durchführung kleiner Akte des Mitgefühls legt. Tägliche Selbstbefragungen, die nach aktuellen Empfindungen, bestehenden Bedürfnissen und umsetzbaren nächsten Schritten fragen, unterstützen diesen tiefgreifenden Prozess der Selbstannahme nachhaltig. Diese Praxis steht im Einklang mit der allgemeinen Erkenntnis, dass negative Gefühle evolutionär bedingt stärker wahrgenommen werden, was uns zu effektiven Problemlösern macht, solange sie nicht zu einer Dauerblockade führen.
Die Forschung zeigt, dass Frauen in der Lebensmitte, etwa in der Perimenopause, oft mit gesellschaftlichen Normen konfrontiert sind, die ihre Erfahrungen marginalisieren. Die britische Fotografin Sam Payne thematisiert dies mit ihrem „Menopause Photography Project“, um Frauen in dieser Lebensphase durch starke Porträts mehr Sichtbarkeit zu verschaffen. Die Auseinandersetzung mit der eigenen „inneren Wahrheit“ während dieser Zeit kann somit auch eine gesellschaftliche Dimension annehmen, indem Frauen lernen, ihre Bedürfnisse klarer zu artikulieren, anstatt sich den alten Rollenvorstellungen anzupassen. Die Akzeptanz negativer Emotionen dient hierbei als Werkzeug, um diesen Wandel aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.
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Quellen
prozeny.cz
České podcasty
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