US-Flugzeugträger USS Abraham Lincoln angesichts iranischer Spannungen verlegt

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Die strategische Neuausrichtung militärischer Vermögenswerte der Vereinigten Staaten hat im Januar 2026 eine neue Phase internationaler Spannungen eingeläutet, die insbesondere die Islamische Republik Iran betreffen. Die Trägerkampfgruppe der USS Abraham Lincoln (CVN-72) wurde von ihrem vorherigen Einsatzgebiet im Südchinesischen Meer in den Zuständigkeitsbereich des US Central Command (CENTCOM) verlegt. Diese Maßnahme stellt eine direkte Reaktion auf die sich zuspitzende Lage dar und wird voraussichtlich etwa eine Woche in Anspruch nehmen, was eine erhöhte Wachsamkeit im Nahen Osten signalisiert.

Die militärische Verlegung korreliert zeitlich mit erheblichen innenpolitischen Turbulenzen im Iran, die Ende Dezember 2025 begannen. Ausgelöst wurde die Krise durch eine massive Wirtschaftskrise, die sich in einem Absturz des iranischen Rial – der zum Jahresende auf dem freien Markt 1,45 Millionen pro US-Dollar erreichte – und einer Inflationsrate von 42,2 Prozent im Dezember 2025 manifestierte. Die daraus resultierenden Proteste weiteten sich rasch zu politischen Demonstrationen gegen die Staatsführung aus. US-Präsident Donald Trump reagierte auf diese Instabilität mit der Erklärung vom 13. Januar, er beabsichtige, „sehr stark zu handeln“, sollte es zu Hinrichtungen von Demonstranten kommen, obwohl er später erklärte, die USA hätten Informationen erhalten, dass solche Pläne nicht existieren.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Situation mit großer Sorge, was durch die Ansetzung einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates für Donnerstag, den 15. Januar 2026, unterstrichen wird, deren Tagesordnung auch die Lage im Nahen Osten umfasste. Parallel zur militärischen Positionierung der USA, die auch die vorsorgliche Reduzierung von Personal auf einigen Militärbasen im Nahen Osten umfasste, wie etwa auf dem Al Udeid Luftwaffenstützpunkt in Katar, wurde der iranische Luftraum Berichten zufolge vorübergehend komplett geschlossen, was zu internationalen Flugumleitungen führte.

Die USS Abraham Lincoln, ein Flugzeugträger der Nimitz-Klasse, verstärkt nun die Präsenz der Carrier Strike Group 3 im CENTCOM-Gebiet. Die Einheit ist mit modernen Kampfflugzeugen wie der F-35C und der F/A-18 Block III ausgestattet, was die Fähigkeit zur Abschreckung erhöht. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund früherer Spannungen, wie der Reaktion der USA auf die Eskalation zwischen Iran und Israel im August 2024, als die Lincoln-Gruppe ebenfalls in die Region entsandt wurde.

Ein zentraler Streitpunkt bleibt die Diskrepanz bei den Opferzahlen der internen Niederschlagung der Proteste. Während iranische Beamte, darunter Außenminister Seyed Abbas Araghchi, von Hunderten von Todesopfern sprechen, schätzen in den USA ansässige Gruppen wie die Human Rights Activists News Agency (HRANA) die Zahl auf mindestens 2.571 Tote. Die in Oslo ansässige Iran Human Rights (IHRNGO) bezifferte die Zahl der getöteten Demonstranten auf 3.428. Außenminister Araghchi vertrat die Position, dass die anfänglich friedlichen Proteste durch „ausgebildete terroristische Elemente“ in Gewalt umgeschlagen seien und betonte, es herrsche „Ruhe“ und eine „Änderung sei außer Frage“. Diese Entwicklungen beleuchten die fragilen geopolitischen Gleichgewichte im Nahen Osten und die potenziellen Konsequenzen für die globale Stabilität.

24 Ansichten

Quellen

  • REPUBLIKA

  • ANI News

  • DAWN.COM

  • The Guardian

  • Amu TV

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