Telefonat zwischen Trump und Xi beleuchtet Spannungen bei Iran, Handel und Taiwan

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Der US-Präsident Donald Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping führten am Mittwoch, dem 4. Februar 2026, ein umfassendes Telefongespräch, das die komplexen geopolitischen Beziehungen zwischen Washington und Peking thematisierte. Die zentralen Punkte der Diskussion umfassten die kritische Lage im Iran, die bilateralen Handelsbeziehungen sowie die anhaltende Frage der Souveränität Taiwans. Laut der dts Nachrichtenagentur bekräftigte Präsident Trump die „extrem gute“ Qualität seiner persönlichen Beziehung zu Präsident Xi und beide Seiten betonten die Notwendigkeit, diese Verbindung aufrechtzuerhalten.

Die Gespräche fanden in einer Zeit erhöhter internationaler Unsicherheit statt, insbesondere im Kontext der jüngsten Eskalation im Nahen Osten und des gleichzeitigen Auslaufens eines wichtigen Rüstungskontrollvertrages. Ein Hauptanliegen Trumps war die Forderung an Peking, den Druck auf die iranische Führung zu verstärken, um Teheran angesichts jüngster iranischer Aktionen zu isolieren. Diese diplomatische Initiative folgt auf das Vorgehen gegen landesweite Proteste im Iran im Vormonat und die historischen US-Angriffe auf iranische Nuklearanlagen im Juni 2025.

Im Handelsbereich bestätigte das Gespräch die Zusagen Chinas, die Importe von US-Sojabohnen auf 20 Millionen Tonnen für die laufende Saison und 25 Millionen Tonnen für die nächste Saison zu erhöhen. Diese Vereinbarungen zur Agrarproduktbeschaffung sind bemerkenswert, da Unternehmen geopolitische Risiken zwischen den USA und China bereits als strukturelles Merkmal in ihre Geschäftsplanungen integriert haben. Die Handelsdynamik zeigt, dass Trumps protektionistische Politik im Jahr 2025 zwar zu einem Rückgang des bilateralen Handelsvolumens führte, China jedoch dazu veranlasste, seine Handelsbeziehungen mit Regionen wie Afrika und Südostasien auszubauen.

Auffällige Divergenzen zeigten sich in der öffentlichen Darstellung der Ergebnisse. Während Präsident Trump die Bestätigung seines geplanten Besuchs in Peking für April 2026 explizit mitteilte, enthielt das offizielle chinesische Kommuniqué keine Referenz auf diese Reise, was auf eine strategische Auslassung hindeuten könnte. Diese unterschiedliche Kommunikation unterstreicht die bestehenden Reibungspunkte, trotz einer Stabilisierung der Beziehungen nach einem Handelsfrieden Ende 2025. Die US-Regierung scheint den Druck aufrechtzuerhalten, unter anderem durch die Androhung einer 25-prozentigen Steuer auf Importe aus Ländern, die Handel mit Teheran treiben.

Die Frage der Taiwan-Straße blieb ein unverrückbarer Punkt: Die chinesische Regierung bekräftigte unmissverständlich ihre Position, dass Taiwan niemals von der Volksrepublik abgetrennt werden dürfe, gestützt auf die „Ein-China-Doktrin“. Die zeitliche Einordnung des Telefonats ist signifikant, da es zeitgleich mit dem offiziellen Auslaufen des New START-Vertrages zwischen den USA und Russland am 4. Februar 2026 stattfand. Dieses bilaterale Abkommen, das die Langstrecken-Atomwaffenarsenale begrenzte, ist das letzte verbliebene Rüstungskontrollabkommen zwischen den beiden größten Atommächten. Die gleichzeitige Kommunikation zwischen Xi und dem russischen Präsidenten Putin während des Zerfalls dieses sicherheitspolitischen Rahmens akzentuiert die globalen Verschiebungen.

5 Ansichten

Quellen

  • cnbctv18.com

  • SIPRI

  • News4JAX

  • CTV News

  • The Economic Times

  • Brasil de Fato

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.