Soyuz MS-28 bringt drei neue Besatzungsmitglieder zur Internationalen Raumstation

Bearbeitet von: Tetiana Martynovska 17

Die Sojus-MS-28 dockt an der ISS an und bringt drei neue Besatzungsmitglieder der Expedition 73/74 zur Raumstation.

Am Donnerstag, dem 27. November 2025, erlebte die Internationale Raumstation (ISS) einen vorübergehenden Bevölkerungsanstieg. Dieser erfolgte nach dem erfolgreichen Andocken des russischen Raumschiffs Soyuz MS-28. Mit der Ankunft wurden drei neue Besatzungsmitglieder an Bord gebracht, wodurch sich die Gesamtbelegung der Station während der geplanten Übergabephase auf zehn Personen erhöhte. Das multinationale Team bestand aus dem NASA-Astronauten Chris Williams sowie den Roskosmos-Kosmonauten Sergey Kud-Sverchkov und Sergei Mikaev. Ihr Start erfolgte am amerikanischen Erntedankfest vom Kosmodrom Baikonur an Bord einer Soyuz-2.1a Trägerrakete.

Soyuz MS-28 Andockung

Die Soyuz MS-28 koppelte erfolgreich an das Rasswet-Modul der Station an und gesellte sich damit zur bereits angedockten Soyuz MS-27, die am Prichal-Modul befestigt ist. Die neu eingetroffene Crew wird voraussichtlich rund acht Monate in der orbitalen Außenposten verbringen. Die Rückkehr zur Erde ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Diese kurzfristige Aufstockung der Mannschaftsstärke ist unerlässlich, um den notwendigen Übergang der Zuständigkeiten zwischen den laufenden Expeditionen an Bord dieses kollaborativen orbitalen Labors zu gewährleisten.

Die Luken zwischen dem Soyuz MS-28-Raumschiff und der ISS sind geöffnet, und die Kosmonauten Sergei Kud-Sverchkov, Sergei Mikayev und Christopher Williams sind an Bord der Station gegangen.

In der Woche vor dem eigentlichen Andockmanöver absolvierten die Mitglieder der Expedition 73 diverse wissenschaftliche Untersuchungen, die für Langzeitmissionen im Weltraum von entscheidender Bedeutung sind. Flugingenieur Kimiya Yui etwa widmete sich dem Experiment 'Ultrasound 2'. Mithilfe eines tragbaren Geräts führte sie eine Ultraschalluntersuchung des Brustkorbs von Jonny Kim durch, um die Anpassungen des Herz-Kreislauf-Systems in der Schwerelosigkeit zu dokumentieren. Parallel dazu setzte Mike Fincke ein Fluoreszenzmikroskop für die 'Droplet'-Untersuchung ein, bei der er Proben aus der Hardware entnahm und das Verhalten von Partikeln in Flüssigmedien beobachtete.

Neben den Forschungstätigkeiten liefen auch essenzielle Wartungsarbeiten an der Station sowie Vorbereitungen für die bevorstehenden Rückflüge auf Hochtouren. Der Kommandant der Expedition 73, Sergey Ryzhikov, führte eine gründliche Inspektion der Elektronik- und Kommunikationssysteme der Soyuz MS-27 durch, die als sein Rückkehrfahrzeug vorgesehen ist. Die Vorbereitungen für den Abflug Anfang Dezember nahmen Fahrt auf. Dies umfasste das systematische Beladen der MS-27 mit Fracht, einschließlich wissenschaftlicher Proben und Ausrüstung, die Ryzhikov, Alexey Zubritsky und Jonny Kim zur Erde zurückbringen sollen.

Um die Andocksequenz für die ankommende Soyuz MS-28 zu ermöglichen, wurde das Northrop Grumman Cygnus XL Versorgungsraumschiff, die S.S. William C. 'Willie' McCool, abgekoppelt. Dieses wurde vorübergehend in einer frei schwebenden Konfiguration gehalten, wobei die Steuerung ferngesteuert über das Canadarm2-Robotersystem erfolgte. Mit Stand Freitag, dem 28. November, repräsentierten die zehn an Bord befindlichen Personen Personal von Roskosmos, der NASA und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA). Die ISS sichert ihre ununterbrochene menschliche Präsenz, die zum 29. November 2025 bereits 25 Jahre und 26 Tage andauerte – ein Erfolg, der durch die Expertise und Arbeitskraft aufeinanderfolgender Crews ermöglicht wird.

Quellen

  • Space.com

  • SpacePolicyOnline.com

  • Wikipedia

  • NASA

  • NASA

  • Space.com

  • India Today

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