Walnüsse als zentraler Ernährungsfaktor für kognitive Vitalität im Alter
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen positionieren Walnüsse als eine ernährungsphysiologisch vorteilhafte Nussart zur Abwehr altersbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Diese Baumnuss, deren Nährwert bereits im Mittelalter die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern auf sich zog, zeichnet sich durch eine hohe Konzentration an Mikronährstoffen und Antioxidantien aus. Walnüsse stellen die einzige bedeutende pflanzliche Quelle für die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure (ALA) dar, welche für den menschlichen Organismus essenziell ist, da dieser sie nicht selbst synthetisieren kann. Die Kombination dieser Inhaltsstoffe macht die Walnuss zu einem Nahrungsmittel, das eine breite Palette von mindestens 90 Nährstoffen umfasst.
Der regelmäßige Konsum von Walnüssen korreliert nachweislich mit einer reduzierten Anfälligkeit für kardiovaskuläre Erkrankungen, Symptome von Depressionen und das Risiko, an Diabetes zu erkranken, während gleichzeitig die kognitive Leistungsfähigkeit gestärkt wird. Forscher des Brigham and Women's Hospital in Boston hoben hervor, dass Walnüsse zu den wenigen Nahrungsmitteln gehören, die nachweislich die Lebensqualität im Alter verbessern können. Epidemiologische Beobachtungen, wie sie in der „Nurses' Health Study“ gemacht wurden, deuten darauf hin, dass Frauen, die wöchentlich mindestens zwei Portionen Walnüsse konsumierten, eine höhere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, als „gesunde ältere Erwachsene“ klassifiziert zu werden und geistig fitter zu bleiben.
Experten raten zu einer täglichen Aufnahme von 30 bis 60 Gramm Walnüssen, um positive Effekte auf Herz, Darmmikrobiom und Gehirn zu maximieren. Eine Menge von etwa 30 Gramm pro Tag, was ungefähr 14 Walnusshälften entspricht, trägt bei ausgewogener Ernährung zur Verbesserung der Elastizität der Blutgefäße bei. Darüber hinaus zeigte eine prospektive, randomisierte Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Parhofer von der LMU München, dass der tägliche Verzehr von 43 Gramm Walnüssen über acht Wochen hinweg die Anzahl probiotischer und Buttersäure produzierender Bakterien im Stuhl erhöhte. Diese 43 Gramm senkten zudem das Non-HDL-Cholesterin nachweislich um circa 5 Prozent, unabhängig von der Reduktion anderer Fette oder Kohlenhydrate in der Ernährung.
Die neurologischen Vorteile sind eng mit dem ALA-Gehalt verknüpft, da ALA die Vorstufe der für optimale Gehirnfunktionen unverzichtbaren langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist. Klinische Studien, wie eine zweijährige Untersuchung der University of California, belegten signifikante Verbesserungen der Gedächtnisleistung und Informationsverarbeitung bei Probanden, die täglich 30 Gramm Walnüsse konsumierten. Aktuelle Forschungsergebnisse, wie eine Studie der University of Reading aus dem Jahr 2025, zeigten, dass der Verzehr von etwa 50 Gramm Walnüssen zum Frühstück zu schnelleren Reaktionszeiten und besseren Ergebnissen in Gedächtnistests führte, was durch effizientere neuronale Aktivität in EEG-Messungen untermauert wurde. Die reichhaltige Versorgung mit Antioxidantien, darunter Vitamin E, schützt die Zellen vor oxidativem Stress, was präventiv gegen altersbedingte kognitive Beeinträchtigungen wirken kann.
Zusätzlich zu den kardiovaskulären und kognitiven Vorteilen bieten Walnüsse eine Fülle weiterer gesundheitsfördernder Eigenschaften. Sie liefern essentielle Mineralstoffe wie Kupfer, Mangan, Magnesium und Zink, welche für gesunde Blutgefäße, den Stoffwechsel und die Funktion des Nervensystems wichtig sind. Mit über 60 Prozent Fettanteil, darunter viele einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, sind sie kalorienreich (rund 723 Kilokalorien pro 100 Gramm), können jedoch als Ersatz für ungesunde Snacks zur Sättigung beitragen. Die enthaltenen B-Vitamine, einschließlich Folsäure, stärken die Nerven und wirken Stress entgegen, während der Serotonin-Gehalt der Nussfrucht eine stimmungsaufhellende Wirkung entfalten kann. Die regelmäßige Integration der Walnuss in den Speiseplan stellt somit eine proaktive Maßnahme für eine vitalere Lebensspanne dar.
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Quellen
Diario La Gaceta
Women's Health
El Tiempo
LA NACION
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