Nitrate aus Gemüse fördern kardiovaskuläre Gesundheit durch Stickstoffmonoxid-Wirkung

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die ernährungswissenschaftliche Forschung bestätigt, dass eine erhöhte Zufuhr von Gemüse das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen signifikant reduziert. Im Zentrum dieses Effekts steht die physiologische Rolle von Nahrungsnitraten, die in vielen Pflanzen reichlich vorhanden sind. Im menschlichen Körper erfolgt die Umwandlung von Nitrat in Stickstoffmonoxid (NO), ein farb- und geruchloses Gas, das als entscheidender Botenstoff fungiert. Stickstoffmonoxid entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße, was zur Gefäßerweiterung, einer Förderung der Durchblutung und einer Senkung des Blutdrucks beiträgt.

Insbesondere Blattgemüse wie Spinat und Grünkohl werden aufgrund ihres hohen Nitratgehalts hervorgehoben. Studien belegen, dass eine hohe Nitrataufnahme mit einem niedrigeren systolischen Blutdruck korreliert, der im Durchschnitt um 2,28 mmHg und der diastolische um 1,38 mmHg im Vergleich zu geringer Aufnahme sinkt. Ergänzend liefern diese Gemüsearten Vitamin K, das für die Prävention der Arterienverkalkung, einem bekannten Faktor bei der Entwicklung von Atherosklerose, essenziell ist. Kreuzblütler wie Brokkoli und Kohl tragen durch Ballaststoffe und Antioxidantien zur gesunden Regulierung des Cholesterinspiegels bei.

Wissenschaftler der Edith Cowan University in West-Australien untersuchten den Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Verzehr von Kohlgemüse und der Gefäßgesundheit und stellten eine Verringerung der Dicke der Karotis-Intima-Media fest. Die Rote Bete nimmt eine Sonderstellung ein, da sie besonders nitratreich ist und effektiv in das gefäßerweiternde Stickstoffmonoxid umwandelt. Eine australische Studie zeigte, dass Probanden, die 500 Milliliter Rote-Bete-Saft konsumierten, sechs Stunden später einen niedrigeren Blutdruck aufwiesen als die Kontrollgruppe. Pharmakologin Amrita Ahluwalia von der Queen Mary University of London belegt, dass bereits ein halber Liter nitrathaltiger Rote-Bete-Saft den Blutdruck für 24 Stunden signifikant senken kann. Diese Umwandlung von Nitrat in Nitrit findet teilweise durch die Mundflora statt.

Für einen nachhaltigen Effekt auf den Blutdruck ist die regelmäßige Aufnahme über einen Zeitraum von mindestens acht Wochen notwendig, wie Studien zur DASH-Diät belegen. Diese Diät zeigte eine Senkung des systolischen Blutdrucks um durchschnittlich 8 bis 14 mmHg durch eine kalium- und magnesiumreiche Ernährung. Während pflanzliche Nitrate als gesundheitsfördernd gelten, wird die Aufnahme von Nitrat aus verarbeiteten Fleischwaren kritisch gesehen, da hier die Gefahr der Bildung krebserregender Nitrosamine besteht. Die Integration nitratreicher Lebensmittel in den täglichen Speiseplan stellt somit eine fundierte, präventive Maßnahme zur Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems dar.

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Quellen

  • Pravda.sk

  • American Heart Association

  • Frontiers in Nutrition

  • Edith Cowan University

  • Healthline

  • MDPI

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