Neubewertung der Techniken zur Reinigung von Frischprodukten angesichts chemischer Bedenken
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die hygienische Behandlung von Obst und Gemüse bleibt ein zentrales Anliegen der öffentlichen Gesundheit. Experten betonen, dass das einfache Abspülen unter fließendem Wasser die wirksamste grundlegende Maßnahme für die meisten Gemüsesorten darstellt. Dennoch bergen gängige Praktiken Fallstricke, die das Nährwertprofil oder die Lebensmittelsicherheit beeinträchtigen können.
Ein häufiger Fehler ist das zu lange Einweichen von Gemüse, was zum Auslaugen wasserlöslicher Vitamine wie Vitamin C führen kann, da diese Nährstoffe empfindlich auf Wasser reagieren und leicht verloren gehen. Ebenso problematisch ist die unsachgemäße Verwendung von Reinigungsmitteln, die potenziell schädliche Rückstände auf der Oberfläche hinterlassen könnten. Ein weiterer kritischer Aspekt betrifft die Reihenfolge von Reinigung und Zerkleinerung: Das Schneiden von Gemüse vor dem Waschen birgt das Risiko, dass wasserlösliche Nährstoffe entweichen und gleichzeitig Oberflächenchemikalien tiefer in die Schnittflächen eindringen können. Im Gegensatz dazu empfehlen viele Richtlinien, Gemüse ungeschnitten unter fließendem Wasser zu reinigen, um den Kontakt mit Schnittflächen zu minimieren.
Für Blattgemüse wie Salat ist es ratsam, die einzelnen Blätter zu trennen und unter fließendem Wasser abzuspülen, wobei stehendes Wasser vermieden werden sollte, um eine mögliche Verbreitung von Bakterien zu unterbinden. Die Notwendigkeit einer sorgfältigen Behandlung wird durch Daten über persistente Pestizidrückstände untermauert. Ein Bericht der Environmental Working Group (EWG) deutet darauf hin, dass etwa 75 Prozent des nicht-biologischen Obstes und Gemüses in den Vereinigten Staaten nachweisbare Rückstände aufweisen. Diese US-Daten sind aufgrund der Globalisierung des Lebensmittelhandels auch für europäische Märkte relevant.
Auf europäischer Ebene verschärfen sich die regulatorischen Maßnahmen. Frankreich plant, ab dem kommenden Jahr Importe von Lebensmitteln auszusetzen, die Rückstände von fünf spezifischen Pestizid-Wirkstoffen aufweisen, die in der EU nicht zugelassen sind, darunter Mancozeb und Glufosinat. Dieses Vorgehen, das auch Kartoffeln und Mangos betreffen kann, zielt darauf ab, eine Kohärenz mit den heimischen Standards zu gewährleisten. Die französische Regierung bekräftigte, dass importierte Produkte den EU-Standards entsprechen müssen, unabhängig von ihrer Herkunft.
Für Produkte mit rauer Schale, wie Karotten und Kartoffeln, wird das Schrubben unter fließendem Wasser empfohlen, gefolgt von einem sofortigen Schälen nach dem Waschen. Für Hochrisikoprodukte kann eine kurze Behandlung in verdünnter Salz- oder Essiglösung, gefolgt von gründlichem Abspülen und einem kurzen Blanchieren, vorteilhaft sein, um bestimmte organophosphathaltige Pestizide abzubauen. Unabhängig von der Methode ist die Vermeidung von langem Wässern entscheidend, um den Verlust von wasserlöslichen Vitaminen zu minimieren. Während die gesetzlichen Höchstwerte für Rückstände in der EU eingehalten werden, bemängeln Kritiker, dass diese Grenzwerte oft eher den wirtschaftlichen Nutzen als die Verbrauchergesundheit berücksichtigen.
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Quellen
cafef.vn
Food Safety Magazine
EWG
Báo Lao Động
PLO
Tuổi Trẻ Online
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