Kanarische Kiefer im Teide-Nationalpark als ältestes Baumexemplar der Europäischen Union ausgezeichnet

Bearbeitet von: An goldy

Umfassende Untersuchungen, deren Ergebnisse im Jahr 2025 finalisiert wurden, haben offiziell bestätigt, dass eine Kanarische Kiefer im Nationalpark Teide auf der Insel Teneriffa ein beachtliches Alter von 1544 Jahren erreicht hat. Diese Feststellung katapultiert diesen Baum an die Spitze der langlebigsten Bäume innerhalb der gesamten Europäischen Union. Damit löst er den bisherigen Rekordhalter, bekannt als „Der Patriarch“, ab, dessen Alter nach radiometrischen Datierungen auf 1481 Jahre taxiert wurde.

Diese Entdeckung unterstreicht den immensen ökologischen Wert, den die Population der Kanarischen Kiefern im Park darstellt. Diese Bäume sind lebende Relikte einst ausgedehnter Wälder, die früher weite Teile des Archipels bedeckten. Der Nationalpark Teide, der am 22. Januar 1954 gegründet wurde und eine Fläche von 189,9 km² umfasst, erhielt im Jahr 2007 die prestigeträchtige Anerkennung als UNESCO-Weltnaturerbe. Diese Klassifizierung verleiht der nunmehr botanischen Sensation zusätzliches Gewicht.

Die Altersbestimmung erfolgte im Rahmen eines Naturschutzprojekts, das ursprünglich 2019 begann und 2025 mit erweiterter Beteiligung fortgesetzt wurde. Zu den Kooperationspartnern zählten die Endesa-Stiftung, das Cabildo von Teneriffa sowie die Universität Valladolid (UVa). Die Wissenschaftler vom Soria-Campus der UVa setzten spezielle Kletterausrüstung ein, um Proben von den uralten Kiefern zu gewinnen, die an schwer zugänglichen, felsigen Vorsprüngen gedeihen. Die Analyse von 25 entnommenen Exemplaren mittels Radiokarbondatierung offenbarte insgesamt acht Baumriesen, deren Lebensspanne die Jahrtausendmarke überschreitet; drei dieser Bäume haben sogar die 1500-Jahresgrenze hinter sich gelassen.

Der „Patriarch“, dessen Alter zuvor von Forschern der Universität Valladolid und der König-Juan-Carlos-Universität auf 1481 Jahre datiert wurde, hat nach vorliegenden Informationen bemerkenswerterweise fünf Vulkanausbrüche sowie den heftigen Sturm San Florencio im Jahr 1826 überstanden. Die phänomenale Widerstandsfähigkeit dieser endemischen Kiefern ist eng mit ihrer Anpassung an die rauen Hochgebirgsbedingungen verbunden. Es ist anzunehmen, dass gerade die unzugängliche Lage der Felsen sie vor menschlichen Einflüssen schützte und somit zu ihrer außergewöhnlichen Langlebigkeit beitrug.

Die einzigartige geografische Lage dieser Bäume im Nationalpark Teide, der die höchsten Erhebungen Spaniens umfasst – den Vulkan Teide mit 3718 Metern und den Pico Viejo mit 3135 Metern – zeugt von ihrer bemerkenswerten Zähigkeit. Im Kontext der europäischen Baumalterforschung setzt die Entdeckung aus dem Jahr 2025 einen neuen Maßstab, der frühere Schätzungen in den Schatten stellt. Die wissenschaftliche Aktivität im Bereich der Waldgenetik und Langlebigkeitsforschung in Europa wurde kürzlich auch auf der Abschlusskonferenz EvolTree & FORGENIUS im November 2025 in Madrid eindrücklich bestätigt.

Diese Kanarische Kiefer ist nunmehr nicht nur ein botanisches Wunderwerk, sondern auch ein lebendiges Symbol für die Fähigkeit der Natur, unter extremen Bedingungen über Jahrhunderte hinweg zu persistieren. Die fortlaufende Forschung im Teide-Nationalpark verspricht weitere Einblicke in die Mechanismen der Baumalterung und die genetischen Besonderheiten dieser Spezies.

7 Ansichten

Quellen

  • 20 minutos

  • EFE

  • SoriaNoticias

  • Fundación UVa

  • La Gaceta de Canarias

  • Noticias Palencia - Tribuna

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