Biologe überlebt Haiangriff bei Forschungsarbeiten vor Kokosinsel

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Ein mexikanischer Meeresbiologe, Dr. Mauricio Hoyos, überlebte eine Begegnung mit einem Galapagos-Hai während einer wissenschaftlichen Tauchexpedition vor der Küste Costa Ricas. Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 27. September, in der Nähe der Kokosinsel, einem UNESCO-Weltnaturerbe, das für seine reiche Artenvielfalt bekannt ist. Dr. Hoyos, der sich der Erforschung und dem Schutz von Haien widmet, war in 39 Metern Tiefe damit beschäftigt, das Tier für Monitoringzwecke zu markieren, als der Hai angriff.

Der Galapagos-Hai, dessen geschätzte Länge zwischen drei und 3,5 Metern lag, biss den Forscher in Kopf und Gesicht, ließ ihn jedoch sofort wieder los. Dr. Hoyos erlitt 27 Lazerationen, jedoch keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Er vermutet, dass es sich um eine defensive Reaktion des Tieres auf den Markierungsvorgang handelte. Ein Arzt der costa-ricanischen Feuerwehr beschrieb die Begegnung und betonte die „enorme Beißkraft“ des Tieres, das Hoyos’ gesamten Kopf in seinem Maul hatte. Die Rettungsmaßnahmen waren logistisch anspruchsvoll, da die Kokosinsel etwa 340 Meilen vor der Küste liegt.

Die Evakuierung von Dr. Hoyos erforderte eine 36-stündige Überführung vom abgelegenen Eiland bis zu einem Krankenhaus in San José, der Hauptstadt Costa Ricas. Der 48-jährige Wissenschaftler befand sich bei seiner Ankunft in stabilem, wenn auch ernstem Zustand. Die schnelle Stabilisierung vor Ort durch Parkranger, Feuerwehr-Paramediziner und die Küstenwache war entscheidend für den weiteren Verlauf. Bemerkenswert ist, dass der Vorfall auf denselben Tag fiel, an dem Dr. Hoyos mit dem „Rob Stewart Ocean Conservationist of the Year Award“ ausgezeichnet wurde, eine Anerkennung für seine jahrzehntelange Arbeit.

Dr. Hoyos, der Teil der One Ocean Worldwide Coalition ist, setzt seine Arbeit fort. Er nutzt seine Erfahrung, um das öffentliche Bild von Haien als „hirnlose Killer“ zu korrigieren und die Notwendigkeit hervorzuheben, deren natürliches Verhalten zu respektieren. Die Forschung auf der Kokosinsel, die auch von Organisationen wie Mission Blue unterstützt wird, zielt darauf ab, Wanderrouten von Arten wie dem Hammerhai zu verstehen, um grenzüberschreitende Schutzgebiete zu etablieren. Die wissenschaftlichen Daten sind essenziell, um Schutzmaßnahmen zu untermauern und dem Druck durch illegale Fischerei entgegenzuwirken, da ein Viertel aller Hai- und Rochenarten als gefährdet gilt.

Quellen

  • gorgenewscenter.com

  • iHeart

  • SharkNewz

  • People Magazine

  • Hindustan Times

  • EL PAÍS Science

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