Colorado plant Wiederansiedlung von Vielfraßen in alpinen Habitaten

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Der Bundesstaat Colorado hat einen wesentlichen Schritt zur Wiederherstellung der Population des Vielfraßes in seinen alpinen Regionen eingeleitet, nachdem die Spezies dort seit etwa einem Jahrhundert nicht mehr heimisch war. Die Kommission von Colorado Parks and Wildlife (CPW) stimmte kürzlich über den finalen Wiederansiedlungsplan ab, der wesentliche Regelungen zur Entschädigung von Viehhaltern bei möglichen Verlusten enthält. Diese Initiative wird durch ein im Jahr 2024 verabschiedetes Gesetz gestützt, welches Mittel in Höhe von 1,7 Millionen US-Dollar für das Programm über einen Zeitraum von vier Jahren bereitstellt. Die letzte Sichtung des Tieres in Colorado wurde im Jahr 2009 dokumentiert.

Die Strategie sieht die Umsiedlung von bis zu 45 Vielfraßen über mehrere Jahre vor, wobei die ersten Freilassungen in den zentralen Bergen nahe Aspen und Vail, die als erstklassiges Habitat gelten, geplant sind. Robert Inman, der Vielfraß-Programmmanager von CPW, merkte an, dass Colorado schätzungsweise 20 Prozent des modellierten Vielfraß-Lebensraums in den 48 zusammenhängenden Staaten der USA beherbergt. Die CPW verfolgt einen spezifischen Zeitplan, um tragende Weibchen zwischen November und Januar zu fangen und sie nach tierärztlicher Untersuchung freizulassen, sobald deren Nachwuchs mobil ist. Eine erfolgreiche Wiederansiedlung könnte die geschätzte Gesamtpopulation von 300 bis 400 Tieren in den Lower 48 Staaten um fast 30 Prozent steigern.

Ein entscheidender administrativer Schritt betrifft die Verwaltungshoheit. Die Spezies wurde 2023 im Rahmen des Endangered Species Act als bedroht eingestuft. Um die notwendige Flexibilität im Management zu gewährleisten, wartet die Behörde auf eine spezielle Regelung nach Abschnitt 10(j) des U.S. Fish and Wildlife Service. Diese Ausweisung als nicht-essentielle, experimentelle Population würde es dem Staat ermöglichen, das Management zu übernehmen, analog zur bereits durchgeführten Wolfs-Wiederansiedlung. Die historische Ausrottung der Vielfraßpopulation in Colorado erfolgte Anfang des 20. Jahrhunderts, primär bedingt durch unregulierte Fallenstellerei und Vergiftung.

Obwohl die Kommission die Zustimmung erteilte, sind noch administrative Hürden zu überwinden. Die CPW muss einen Kommunikationsplan für Interessengruppen finalisieren, der die Abstimmung mit den County Commissioners in den vorgesehenen Gebieten regelt. Darüber hinaus muss die Entschädigungsregelung für Viehverluste, die dem etablierten Verfahren für Berglöwen und Schwarzbären ähneln soll, in einem zweiten Schritt von der Kommission genehmigt werden. Experten wie der Vielfraß-Koordinator Dr. Robert Inman, der 25 Jahre lang Vielfraßen erforscht hat, betonen, dass eine geplante Umsiedlung von etwa 45 Tieren aus Kanada mit breiter genetischer Grundlage eine höhere Chance auf eine robuste Langzeitpopulation bietet als das Abwarten einer zufälligen Ankunft. Die hohen Lagen Colorados werden als Puffer gegen die Auswirkungen des Klimawandels angesehen.

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Quellen

  • Vail Daily

  • CPR News

  • VailDaily.com

  • 9News

  • Colorado Parks and Wildlife

  • Defenders of Wildlife

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