Intrinsische Motivation und Beständigkeit als Schlüssel für nachhaltige Zielerreichung

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die anfängliche Euphorie, mit der viele Menschen Neujahrsvorsätze im Januar beginnen, verfliegt oft rasch. Dies ist primär auf die Tendenz zurückzuführen, eine übermäßige Anzahl ambitionierter Ziele gleichzeitig zu definieren. Psychologische Analysen vergleichen diesen initialen Übermut mit dem Start eines umfangreichen Bauvorhabens, bei dem die anfängliche Begeisterung schnell den realen Herausforderungen und dem daraus resultierenden Stress weicht. Die Nicht-Erreichung solch unrealistischer Pläne führt häufig zu einer Erosion des Selbstvertrauens, da Individuen den Misserfolg fälschlicherweise als persönliches Versagen der Disziplin interpretieren, anstatt die Mängel in der ursprünglichen Zielsetzung zu erkennen.

Für den langfristigen Erfolg von Verhaltensänderungen sind zwei fundamentale Prinzipien ausschlaggebend: die monotone, beständige Wiederholung und die tiefe Verankerung der intrinsischen Motivation. Intrinsische Motivation entsteht aus einem inneren Antrieb und basiert auf dem „Tun an sich“ sowie dem Gefühl der Freude oder Erfüllung, das daraus resultiert, im Gegensatz zur extrinsischen Motivation, die auf externen Belohnungen wie Geld oder Anerkennung beruht. Diese innere Triebfeder wird durch Faktoren wie Neugier, persönliche Neigungen oder die empfundene Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit genährt.

Die Selbstbestimmungstheorie unterstreicht, dass das Erleben von Kompetenz, sozialer Bindung und Autonomie diesen inneren Antrieb fördern. Die entscheidende Frage für eine effektive Zielverfolgung lautet: „Warum strebe ich diese Veränderung an?“ Intrinsische Antriebe, wie die Steigerung der Energie für die Familie oder das Erreichen innerer Gelassenheit, bieten eine unverzichtbare Widerstandsfähigkeit gegen die unvermeidlichen Widrigkeiten des Lebens, wie Stress und Ermüdung. Personen, die aus intrinsischer Motivation handeln, zeigen im Vergleich zu extrinsisch motivierten Individuen eine höhere Zufriedenheit mit ihrer Tätigkeit und sind beharrlicher bei der Zielverfolgung.

Nachhaltige Transformation wird zunehmend als ein kontinuierlicher Prozess betrachtet, der kleine, stetige Schritte und Selbstmitgefühl erfordert. Studien belegen, dass mehr als die Hälfte aller guten Vorsätze bereits im Januar scheitern, wobei Fitnessziele besonders betroffen sind. Experten raten dazu, große Vorsätze durch kleine, klar definierte Experimente zu ersetzen, die zielgerichtet, umsetzbar, kontinuierlich und messbar sind, um passende Gewohnheiten zu etablieren. Das Scheitern eines Vorsatzes sollte nicht als persönliches Defizit, sondern als Indikator für einen fehlerhaften Plan gewertet werden, was die psychologische Belastung mindert. Die Verankerung in inneren Werten sichert die Autonomie und führt langfristig zu einer höheren allgemeinen Zufriedenheit.

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Quellen

  • Republica

  • Psychology Today

  • Forbes

  • Harvard Business Review

  • National Center for Biotechnology Information

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