Trump-Administration befürwortet parteiübergreifendes Gesetzesvorhaben mit 500 Prozent Zöllen auf russische Energieimporte
Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich
Anfang 2026 gab die Regierung von US-Präsident Donald Trump ihre Zustimmung zu einem parteiübergreifenden Gesetzesentwurf bekannt, der darauf abzielt, die Wirtschaftssanktionen gegen Länder zu verschärfen, die weiterhin russische Energieträger beziehen. Am 7. Januar 2026 bestätigte der republikanische Senator Lindsey Graham, dass Präsident Trump die Beförderung des „Sanctioning of Russia Act 2025“ (Gesetz über Sanktionen gegen Russland 2025) genehmigt habe.
Der Gesetzesentwurf S.1241, der am 1. April 2025 von Senator Graham eingebracht und von 82 Senatoren unterstützt wurde, verleiht dem Staatsoberhaupt die Befugnis, Strafmaßnahmen gegen bedeutende Volkswirtschaften zu verhängen. Diese sollen jene treffen, die nach Ansicht Washingtons durch ihren Handel die militärischen Operationen Russlands in der Ukraine finanzieren. Das Kernstück des Dokuments sieht die Einführung eines Strafzolls von 500 Prozent auf sämtliche Importe aus jedem Staat vor, der wissentlich Öl, Erdölprodukte oder Uran aus Russland erwirbt. Senator Graham, ein vehementer Befürworter des Gesetzes, betonte, dass diese Maßnahme dem Präsidenten „enorme Hebelwirkung“ gegenüber Staaten wie Indien, China und Brasilien verschaffen würde, um den Kauf von russischem Öl einzustellen.
Dieses Gesetzgebungsvorhaben, für das es ein ähnliches Pendant H.R. 2548 im Repräsentantenhaus gibt, stellt eine direkte Reaktion auf die anhaltende russische Aggression in der Ukraine und die Weigerung Moskaus, an Friedensverhandlungen teilzunehmen, dar. Es wird erwartet, dass der Gesetzentwurf in der kommenden Woche dem Senat zur Abstimmung vorgelegt wird. Der vorgeschlagene 500-prozentige Zoll gilt als Ultima Ratio, um die Einhaltung der außenpolitischen Vorgaben Washingtons gegenüber Moskau zu erzwingen, und könnte erhebliche Störungen in den globalen Lieferketten auslösen.
Hintergrund für diesen Schritt ist das bereits zuvor geäußerte Missfallen von Präsident Trump über die Handelspraktiken Indiens im Umgang mit russischem Öl. Bereits im August 2025 hatte die Trump-Administration als Vergeltungsmaßnahme einen zusätzlichen Zoll von 25 Prozent auf indische Importe erhoben, der sich durch den Bezug russischen Öls um weitere 25 Prozent erhöhte, was die Gesamtbelastung auf 50 Prozent brachte. Indien hält jedoch weiterhin daran fest, dass seine Energieentscheidungen primär von Fragen der nationalen Sicherheit und der Preisgestaltung bestimmt werden.
Im Laufe des Jahres 2025 hatte die Trump-Administration bereits Zölle als Druckmittel eingesetzt. Beispielsweise wurden im Februar 2025 pauschal 25-prozentige Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus allen Ländern verhängt. Darüber hinaus beinhaltet der nun zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf Klauseln zur Sperrung von Vermögenswerten russischer Banken sowie ein Exportverbot für US-Energieträger nach Russland. Man sieht hier eine deutliche Eskalation der wirtschaftlichen Kriegsführung.
Die breite parteiübergreifende Unterstützung im Senat signalisiert, dass die Haltung gegenüber Ländern, die Russland weiterhin unterstützen, parteiübergreifend als inakzeptabel angesehen wird. Die Einführung solch drakonischer Zölle würde die Handelsbeziehungen zwischen den USA und den betroffenen asiatischen und südamerikanischen Mächten auf eine harte Probe stellen und die diplomatischen Bemühungen um eine Eindämmung Russlands intensivieren.
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Quellen
News Nation
Republican Senator Lindsey Graham
Fox News
Rediff.com
Atlantic Council
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