Europäische Staats- und Regierungschefs bilden geschlossene Front gegen Trumps Grönland-Ambitionen
Bearbeitet von: Svetlana Velgush
Die politische Landschaft Europas zeigt sich derzeit in einer seltenen Geschlossenheit gegenüber den territorialen und ökonomischen Forderungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönlands. Die diplomatischen Spannungen verschärften sich im Januar 2026 massiv, als Trump seine Bestrebungen erneuerte, die Kontrolle über das autonom verwaltete dänische Territorium zu erlangen. Dabei unterstrich er seine Ambitionen mit der provokanten Rhetorik, die strategisch wichtige Insel „so oder so“ übernehmen zu wollen.
Die Konfrontation erreichte einen kritischen Höhepunkt, als das Weiße Haus die Einführung von Strafzöllen gegen acht europäische Nationen ankündigte. Diese wirtschaftlichen Sanktionen sollten als Druckmittel dienen, um ein Einverständnis zum „vollständigen und totalen Kauf Grönlands“ zu erzwingen. Bereits am 18. Januar 2026 hatte der US-Präsident Dänemark ultimativ aufgefordert, sich aus Grönland zurückzuziehen. Als direkte Reaktion darauf entsandten Deutschland, Frankreich, Schweden und Norwegen ab dem 15. Januar Truppenkontingente für die NATO-Aufklärungsmission „Arctic Resilience“, was von Trump umgehend als „sehr gefährliches Spiel“ gebrandmarkt wurde.
Inmitten dieser Krise bewiesen die führenden politischen Köpfe Europas eine hohe Abstimmungsbereitschaft. Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilte die angedrohten Zölle als „absolut falsch“, während der französische Präsident Emmanuel Macron den Ansatz Trumps scharf kritisierte und die Notwendigkeit betonte, die „Rechtsstaatlichkeit gegenüber roher Gewalt“ zu verteidigen. Auch die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hob hervor, dass die europäische Einigkeit der entscheidende Schlüssel zum Erfolg sei, und markierte unmissverständliche „rote Linien“ in Bezug auf die nationale Souveränität.
Um eine gemeinsame Verteidigungsstrategie festzulegen, versammelten sich die EU-Führer am 23. Januar 2026 zu einem Dringlichkeitsgipfel in Brüssel. In einer bereits am 18. Januar veröffentlichten gemeinsamen Erklärung bekräftigten Großbritannien, Deutschland, Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Frankreich und Schweden ihre Entschlossenheit, die Sicherheit in der Arktis massiv zu stärken. Ministerpräsidentin Frederiksen warnte ihre Amtskollegen zudem eindringlich davor, dass jede Form der Spaltung innerhalb der Allianz lediglich den geopolitischen Interessen Russlands in die Hände spielen würde.
Der diplomatische Konflikt steuerte Mitte Januar beim Weltwirtschaftsforum in Davos auf sein Finale zu, wobei NATO-Generalsekretär Mark Rutte eine zentrale Vermittlerrolle einnahm. Nach einem entscheidenden Treffen zwischen Trump und Rutte am 21. Januar verkündete der US-Präsident am 22. Januar überraschend den Verzicht auf militärische Drohgebärden und die geplanten Handelszölle. Grundlage hierfür war eine grundsätzliche Rahmenvereinbarung über den „vollständigen Zugang zu Grönland“. NATO-Insider vermuten, dass dieses Abkommen den USA souveräne Rechte für die Errichtung von Militärstützpunkten einräumt und gleichzeitig Russland sowie China den Zugriff auf die Ressourcen der Insel verwehrt – eine weitreichende Aktualisierung des Verteidigungsabkommens von 1951.
Trotz der vorläufigen Entspannung der Lage stellten europäische Spitzenpolitiker, allen voran Mette Frederiksen, klar, dass Verhandlungen über die eigentliche Souveränität des Gebiets kategorisch ausgeschlossen bleiben. „Wir können nicht mit unserer Souveränität handeln“, konstatierte sie trocken. Der gesamte Vorfall wird von Experten als Symptom für einen tiefgreifenden Vertrauensbruch in den transatlantischen Beziehungen gewertet, was die Rufe nach einer strategischen Autonomie Europas verstärkt. Die enorme Bedeutung Grönlands für die US-Verteidigung wird insbesondere durch das Raketenabwehrsystem „Golden Dome“ deutlich, wobei das amerikanische Interesse historisch bis zum Kauf Alaskas im Jahr 1867 zurückreicht.
Parallel zu den Ereignissen in der Arktis löste Präsident Trump Ende Januar 2026 eine weitere Kontroverse aus, indem er behauptete, dass nicht-amerikanische NATO-Truppen in Afghanistan niemals an vorderster Front gekämpft hätten. Diese Aussage stieß auf heftige Ablehnung bei der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und dem norwegischen Premier Jonas Gahr Støre. Sie erinnerten den US-Präsidenten an die schweren Opfer der Alliierten, darunter 53 gefallene italienische Soldaten, und verwiesen auf die erstmalige Aktivierung von Artikel 5 nach den Anschlägen vom 11. September, die insgesamt 3.486 NATO-Soldaten das Leben kostete.
Zeitgleich wurde am 22. Januar 2026 in Davos unter dem Vorsitz von Trump das „Board of Peace“ (BoP) formalisiert, dessen Gründungscharte von Bulgarien und dem Kosovo unterzeichnet wurde. Während das Organ offiziell für den Wiederaufbau des Gazastreifens ins Leben gerufen wurde, betrachten Kritiker die Struktur als potenzielle, von den USA kontrollierte Alternative zu den Vereinten Nationen. Das Modell folgt einer rein transaktionalen Logik: Eine Mitgliedschaft könnte demnach Beiträge von bis zu einer Milliarde US-Dollar erfordern, um die reguläre dreijährige Amtszeit zu verkürzen.
Im Rahmen einer parallelen diplomatischen Offensive fanden am 24. Januar 2026 in Abu Dhabi zweitägige Friedensgespräche zwischen Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA statt, die als „konstruktiv“ beschrieben wurden. Es wurde berichtet, dass ein Dokument über US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereits in Vorbereitung sei, wobei Moskau weiterhin auf harten Bedingungen wie der sogenannten „Anker-Formel“ beharrt. Während Kreml-Sprecher Dmitri Peskow die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas als Teil einer „inkompetenten“ Elite kritisierte, nutzte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Besuch in Vilnius, um auf ein konkretes Beitrittsdatum zur Europäischen Union im Jahr 2027 zu drängen.
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Quellen
spotmedia.ro
der Standard
ANTARA News - The Indonesian News Agency
onvista.de
QuotidianoNet
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The Guardian
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The Guardian
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