Indonesien bereitet Entsendung von bis zu 8.000 Soldaten für ISF in Gaza vor

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Der Chef der indonesischen Armee, General Maruli Simanjuntak, gab am 10. Februar 2026 in Jakarta bekannt, dass die Vorbereitungen für die Entsendung eines Militärkontingents zur Unterstützung der Internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) im Gazastreifen angelaufen sind. Diese Maßnahme steht im Einklang mit der zweiten Phase des Friedensplans des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, welche eine umfassende Stabilisierungsphase vorsieht. Indonesien positioniert sich damit als erste Nation, die konkret Truppenbeiträge für die UN-mandatierte Kraft zusagt, die zur Umsetzung des Plans eingesetzt werden soll.

Das indonesische Kontingent wird voraussichtlich zwischen 5.000 und 8.000 Militärangehörige umfassen, wobei die genaue Größe von weiteren Koordinationen und formalen Direktiven abhängt. Die Regierung unter Präsident Prabowo Subianto verfolgt mit diesem Schritt das erklärte Ziel, eine substanziell größere Rolle in internationalen Friedenssicherungs- und Wiederaufbaumaßnahmen wahrzunehmen. Die primären Aufgaben der indonesischen Truppen sollen humanitäre Hilfe, Wiederaufbauarbeiten sowie spezialisierte Funktionen wie Ingenieur- und Sanitätseinheiten umfassen.

Die ISF wurde durch die UN-Sicherheitsratsresolution 2803 vom 17. November 2025 autorisiert, um den Waffenstillstand zu festigen und Gaza innerhalb eines Zweijahreszeitraums wiederaufzubauen. Die Resolution schreibt vor, dass die ISF in enger Abstimmung mit Ägypten und Israel operiert und alle notwendigen Maßnahmen zur Erfüllung ihres Mandats ergreifen kann. Die Zusage Indonesiens folgt auf eine frühere Ankündigung von Präsident Prabowo Subianto auf der UN-Generalversammlung im September 2025, wo er die Bereitschaft signalisierte, bis zu 20.000 Soldaten für globale Friedensmissionen bereitzustellen.

Während die ISF die Kontrolle und Stabilität etabliert, ist ein Rückzug der israelischen Verteidigungskräfte (IDF) aus dem Gazastreifen vorgesehen, gekoppelt an vereinbarte Meilensteine und Zeitrahmen, die an die Entmilitarisierung gebunden sind. Die Stabilisierungstruppe soll zudem die neu ausgebildete palästinensische Polizei unterstützen, die Grenzen sichern und den Zustrom von Munition unterbinden. Berichten zufolge gestaltet sich die Rekrutierung internationaler Truppen schwierig, da Länder wie Saudi-Arabien und Jordanien eine Kooperation verweigert haben; Marokko wird als zweites Land mit konkreten Zusagen erwartet.

Indonesien hat sich kürzlich dem „Board of Peace“ angeschlossen, der zivilen Komponente des Trump-Plans, die zur Überwachung des Wiederaufbaus und der Stabilisierung eingesetzt wird. Dieses Gremium, das im Januar 2026 am Rande des Weltwirtschaftsforums formalisiert wurde, setzt den Rahmen für die Verwaltung Gazas, bis die Palästinensische Autonomiebehörde die Kontrolle sicher zurückerlangen kann. Die geplante Entsendung unterstreicht Jakartas Ambitionen, sich als aktiver Gestalter globaler Sicherheitsarchitekturen zu etablieren, wobei die endgültige Teilnahme von der Klärung spezifischer Bedingungen innerhalb der indonesischen Regierung abhängt.

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Quellen

  • Nieuws.nl

  • ZeelandNet

  • The Straits Times

  • The Times of Israel

  • The Jerusalem Post

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