Humanoid Unitree G1 beweist Autonomie bei extremen -47,4°C
Bearbeitet von: Svetlana Velgush
Der chinesische Robotik-Pionier Unitree Robotics hat mit seinem humanoiden Modell G1 einen technologischen Meilenstein gesetzt, der die Grenzen der autonomen Robotik neu definiert. In den unbarmherzigen Weiten der Region Altai, gelegen im nordwestchinesischen Xinjiang, unterzog sich der Roboter Anfang Februar 2026 einem beispiellosen Härtetest unter realen Extrembedingungen. Bei einer gemessenen Tiefsttemperatur von -47,4 Grad Celsius demonstrierte die Maschine ihre außergewöhnliche Belastbarkeit und operative Autonomie. Laut den offiziellen Angaben der Organisatoren dieser Demonstration handelt es sich hierbei um den ersten wissenschaftlich bestätigten Fall, in dem ein humanoider Roboter in der Lage war, eine dauerhafte autonome Bewegung über einen längeren Zeitraum in einer derart lebensfeindlichen Kälteumgebung aufrechtzuerhalten.
Während dieser anspruchsvollen Mission bewies der G1, der eine Körperhöhe von 127 Zentimetern aufweist und ein Eigengewicht von rund 35 Kilogramm auf die Waage bringt, eine beeindruckende physische Ausdauer. Er legte eine Distanz zurück, die einer Schrittzahl von über 130.000 Einzelbewegungen entsprach. Das primäre Ziel bestand jedoch nicht nur in der bloßen Fortbewegung, sondern in der Ausführung einer hochkomplexen Navigationsaufgabe: Der Roboter zeichnete auf einer verschneiten Fläche von etwa 186 mal 100 Metern die präzisen Konturen des offiziellen Emblems der Olympischen Winterspiele in den unberührten Schnee. Um die Funktionsfähigkeit der mechanischen Komponenten und der Elektronik bei diesen extremen Minusgraden zu garantieren, wurde der Roboter mit einem speziellen „Winter-Kit“ ausgestattet. Dieses bestand aus einer markanten, isolierenden Funktionsjacke in Orange sowie maßgeschneiderten Schutzgehäusen aus Kunststoff, die die sensiblen Gelenke, die mechanischen Baugruppen und die Akkublöcke vor dem Einfrieren bewahrten.
Die präzise Steuerung und Navigation in dem topografisch anspruchsvollen Gelände wurde durch die nahtlose Integration des nationalen chinesischen Satellitennavigationssystems BeiDou sichergestellt. Das System, das als leistungsstarkes Äquivalent zum globalen GPS fungiert, nutzt das globale Netzwerk BeiDou-3 mit insgesamt 35 Satelliten im Orbit. In Verbindung mit hochentwickelten, internen Algorithmen zur Pfadplanung konnte so eine außergewöhnliche Stabilität und Genauigkeit der Bewegungstrajektorie auf der rutschigen Schneedecke gewährleistet werden. Die technische Basis des Unitree G1, der erstmals im Mai 2024 offiziell vorgestellt wurde, beeindruckt durch eine Architektur mit bis zu 43 motorisierten Gelenken, die eine menschenähnliche Agilität ermöglichen. Die Energieversorgung wird durch einen Akkumulator mit einer Kapazität von 9.000 mAh sichergestellt, der unter Standardbedingungen eine kontinuierliche Aktivität von bis zu zwei Stunden ermöglicht, im Extremtest jedoch seine Effizienz unter Beweis stellen musste.
Unitree Robotics, ein Unternehmen, das bereits im Jahr 2016 gegründet wurde und sich zunächst durch seine innovativen vierbeinigen Roboter einen Namen machte, positioniert den G1 konsequent als vielseitige Plattform für die akademische Forschung und die industrielle Automatisierung. Dass dieser Ansatz auf großes Marktinteresse stößt, belegen die jüngsten Geschäftszahlen: Im Laufe des Jahres 2025 konnte das Unternehmen bereits mehr als 5.500 Einheiten des G1-Modells auf dem Weltmarkt absetzen. Dieser Erfolg signalisiert eine deutliche Verschiebung des industriellen Fokus hin zur Entwicklung von robusten, anpassungsfähigen Robotern, die für den Einsatz in realen, unvorhersehbaren Szenarien optimiert sind. Der triumphale Testlauf unter arktischen Bedingungen bestätigt eindrucksvoll den Trend, die Widerstandsfähigkeit universeller menschenähnlicher Maschinen gegenüber unkontrollierbaren Umweltfaktoren massiv zu erhöhen und sie für globale Herausforderungen zu rüsten.
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Quellen
Stiripesurse.md
Novyny.live
NotebookCheck.net News
TechEBlog
Click Oil and Gas
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