Jemen: Regierung und Houthis finalisieren Abkommen zum Austausch von 2.900 Gefangenen

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Nach mehrtägigen Verhandlungen in der omanischen Hauptstadt Maskat haben die international anerkannte Regierung des Jemen und die Houthi-Bewegung ein umfassendes Abkommen zum Austausch einer großen Anzahl von Inhaftierten finalisiert. Die Einigung, die am Dienstag, dem 23. Dezember 2025, bekannt gegeben wurde, stellt einen bedeutenden humanitären Fortschritt inmitten der seit 2014 andauernden Konfliktsituation dar und wird als wichtige Maßnahme zur Vertrauensbildung zwischen den Konfliktparteien gewertet.

Die Gespräche, die sich über fast zwei Wochen erstreckten, führten zu einer konkreten Vereinbarung über die Freilassung von insgesamt 2.900 Personen. Der Houthi-Delegation zufolge sieht das Dokument die Freigabe von 1.700 ihrer in Regierungshaft gehaltenen Gefangenen vor. Im Gegenzug verpflichtet sich die Regierung zur Freilassung von 1.200 Personen, die sich in ihrer Obhut befinden. Majed Fadhail, Mitglied der Regierungsdelegation, bestätigte die Gesamtzahl der Freilassungen, die als „Tausende“ bezeichnet worden war. Die Vereinbarung schließt auch ausländische Staatsbürger ein, darunter sieben saudische Staatsangehörige und 23 sudanesische Gefangene, wobei zwei der saudischen Staatsbürger als Luftwaffenpiloten identifiziert wurden.

Diese Entwicklung reiht sich in den Kontext früherer, oft stockender Bemühungen ein. Der bisher umfangreichste Austausch, vermittelt durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), datierte auf über 1.000 Inhaftierte im Jahr 2020, während ein Austausch im April 2023 rund 900 Personen umfasste. Die aktuelle Einigung in Maskat, ermöglicht durch die Mediation Omans, gilt als einer der signifikantesten Gefangenenaustausche seit dem Stockholmer Abkommen von 2018, welches unter anderem einen Waffenstillstand für Al-Hudaida und einen Gefangenenaustausch beinhaltete.

Die Vereinten Nationen (UN) begrüßten die Einigung nachdrücklich. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, bezeichnete den Durchbruch als einen „positiven und bedeutsamen Schritt“, der das Leid der Inhaftierten und ihrer Familien lindern werde. Grundberg betonte jedoch, dass der Erfolg des Abkommens von der Fortsetzung der Kooperation und anhaltenden Bemühungen für zukünftige Freilassungen abhänge. Die Verhandlungen wurden von der Houthi-Seite unter der Leitung von Abdulqader al-Mortada und von der Regierungsseite unter Beteiligung von Majed Fadhail geführt. Dieser pragmatische Fortschritt untermauert die Bemühungen um Deeskalation, wie den von Grundberg im Dezember 2023 verkündeten Fahrplan für Friedensverhandlungen, und sendet ein Signal, dass trotz der weiterhin bestehenden politischen Differenzen konkrete Schritte zur Linderung der humanitären Krise möglich sind.

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Quellen

  • Al Jazeera Online

  • MEO

  • Arab News PK

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • Al Jazeera

  • The Arabian Stories News

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