Wintersonnenwende 2025 markiert astronomischen Jahresbeginn und Zunahme des Tageslichts
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Die Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel im Jahr 2025 trat am Sonntag, dem 21. Dezember, um 15:03 Uhr GMT/UTC ein und markierte damit den offiziellen Beginn des astronomischen Winters. Dieses Ereignis kennzeichnet den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres, da die Sonne ihren Zenitstand über dem südlichen Wendekreis erreicht und ihre scheinbare Bewegung nach Norden wieder aufnimmt. Die astronomische Jahreszeit, die durch diesen Punkt eingeleitet wird, wird voraussichtlich am 20. März 2026 enden. Im Gegensatz dazu beginnt der meteorologische Winter, der für statistische Wettervergleiche eine feste Dreimonatsperiode nutzt, bereits am 1. Dezember 2025.
Das zyklische Phänomen resultiert aus der konstanten Neigung der Erdachse um etwa 23,5 Grad relativ zur Ebene der Umlaufbahn, der Ekliptik. Diese Neigung führt zu unterschiedlichen Einstrahlungswinkeln der Sonne auf die Hemisphären, was die Variation der Tageslänge bedingt. Für London wurde am 21. Dezember 2025 eine Tagesdauer von ungefähr 7 Stunden, 49 Minuten und 42 Sekunden verzeichnet, mit Sonnenaufgang nahe 08:05 Uhr und Sonnenuntergang um circa 15:54 Uhr. Diese Lichtmenge stellt eine Reduktion von etwa neun Stunden im Vergleich zur Sommersonnenwende dar. Weiter nördlich fiel die Tageslänge in John O'Groats mit nur 6 Stunden, 16 Minuten und 54 Sekunden kürzer aus, während die südlichere Stadt Truro 8 Stunden, 1 Minute und 55 Sekunden verzeichnete. Interessanterweise trat der früheste Sonnenuntergang für das Vereinigte Königreich bereits am 12. Dezember ein, einige Tage vor dem astronomischen Wendepunkt.
Die wissenschaftliche Einordnung dieses Ereignisses wird durch Experten wie Dr. Shyam Balaji, einem Postdoctoral Research Fellow am King's College London mit Spezialisierung auf Astropartikelphysik und Kosmologie, untermauert. Dr. Balaji, ein australischer theoretischer Physiker, erforscht fundamentale Fragen des Universums, darunter die Natur der Dunklen Materie und die Physik des frühen Universums, oft unter Verwendung von Daten von Instrumenten wie eROSITA und XMM-Newton. Die Wintersonnenwende interpretiert er als den Moment, in dem die scheinbare Bewegung der Sonne innehält, bevor sie ihre Umkehrbewegung einleitet.
Die Relevanz dieser jährlichen astronomischen Zäsur reicht über die reine Zeitmessung hinaus und berührt kulturelle sowie wissenschaftliche Bereiche. Historisch wurde die Wintersonnenwende in vielen Kulturen als ein Moment der Erneuerung und der Rückkehr des Lichts gefeiert. Aus astronomischer Sicht ist die präzise Definition der Sonnenwende, die den tiefsten Stand der Sonne am Himmel für die Nordhalbkugel markiert, entscheidend für das Verständnis der Erdumlaufbahn und der Jahreszeiten. Die Tatsache, dass die Tageslänge ab dem 22. Dezember kontinuierlich zunimmt, bietet eine klare Orientierung im jährlichen Lichtzyklus. Die Forschung von Dr. Balaji beleuchtet zudem die Komplexität astrophysikalischer Phänomene, die parallel zu diesen beobachtbaren Himmelsereignissen stattfindet, wie die Untersuchung seltener Prozesse im Zusammenhang mit Neutrinos und fundamentalen Kräften des Universums.
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Quellen
Daily Mail Online
Royal Observatory Greenwich
My London
Met Office
King's College London
Jagran Josh
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