Richter Liman reduziert Klage von Blake Lively gegen Justin Baldoni auf Kernvorwürfe

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Der Bundesrichter Lewis J. Liman hat am 2. April 2026 den Umfang der Klage zwischen der Schauspielerin Blake Lively und ihrem Co-Star Justin Baldoni im Zusammenhang mit dem Film „It Ends With Us“ signifikant eingeschränkt. Das in Manhattan ergangene Urteil wies den Großteil der von Lively erhobenen Anschuldigungen, insbesondere die zentralen Vorwürfe sexueller Belästigung und Verleumdung, ab. Lediglich ein enger gefasster Fall bleibt für die bevorstehende Verhandlung bestehen.

Richter Liman stellte fest, dass Lively als unabhängige Auftragnehmerin und nicht als Angestellte gelte. Daraus folgerte das Gericht, dass Lively keinen Anspruch auf Schutz wegen sexueller Belästigung gemäß Titel VII des Civil Rights Act von 1964 geltend machen könne. Die Analyse des Richters zu den Belästigungsvorwürfen fokussierte auf den kreativen Kontext der Dreharbeiten. Konkret ging es um angebliche physische Handlungen während einer Slow-Dance-Szene, bei denen Baldoni sich ihr genähert, ihre Stirn geküsst, sein Gesicht an ihren Hals gerieben und ihr mit dem Daumen die Lippe berührt haben soll, während er flüsterte, es rieche gut.

Richter Liman argumentierte, dass dieses Verhalten zwar in einem traditionellen Arbeitsumfeld einen feindseligen Arbeitsplatz begründen würde, Baldoni jedoch „in der Szene agiert“ habe. Das Gericht führte aus, dass solches improvisiertes Verhalten nicht über das hinausgehe, was zwischen zwei Figuren in einer Tanzszene vernünftigerweise erwartet werden könne. Die Handlung beziehe sich auf Livelys Filmcharakter und nicht auf die Schauspielerin selbst. Künstler müssten einen gewissen Raum für Experimente innerhalb des vereinbarten Drehbuchs ohne die Angst vor Haftung für sexuelle Belästigung haben.

Die nun für den 18. Mai 2026 angesetzte Verhandlung wird sich auf die verbleibenden Klagepunkte Livelys konzentrieren: Vergeltungsmaßnahmen und Vertragsbruch gegen die Filmproduzenten. Livelys Anwaltsteam bekräftigte, der Fokus liege auf der angeblich koordinierten Kampagne der Beklagten, ihren Ruf zu schädigen, nachdem sie Bedenken hinsichtlich der Sicherheit am Set geäußert hatte. Die ursprüngliche Klage, die Lively Ende 2024 einreichte, umfasste ursprünglich über ein Dutzend Punkte, darunter auch Verleumdung und Verschwörung.

Die Produktionsfirma Wayfarer Studios, Mitbegründerin von Justin Baldoni und am Film beteiligt, hatte zuvor eine 400 Millionen US-Dollar schwere Gegenklage wegen Verleumdung und Erpressung gegen Lively und ihren Ehemann Ryan Reynolds eingereicht, welche der Richter jedoch bereits im Juni 2025 abwies. Die Reduzierung des Fallumfangs markiert einen juristischen Wendepunkt in der Auseinandersetzung, die Hollywood seit der Veröffentlichung des Films im August 2024 begleitet. „It Ends With Us“, basierend auf dem Roman von Colleen Hoover, spielte weltweit 351 Millionen US-Dollar bei einem Budget von 25 Millionen US-Dollar ein. Die verbleibenden Klagen, die nun vor die Jury kommen, umfassen Vergeltungsmaßnahmen und Vertragsbruch gegen Wayfarer Studios sowie die Beihilfe zur Vergeltung gegen die PR-Firma The Agency Group PR.

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Quellen

  • Renaşterea bănăţeană

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  • The Hollywood Reporter

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