Slow Food Lunigiana Luniapua etabliert Mixologie als Raum bewussten Genusses

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die Sektion Slow Food Lunigiana Luniapua hat eine Reihe initiiert, die sich der Barkultur und der Kunst der Mixologie widmet. Diese Initiative positioniert die Bar bewusst als einen Ort des kulturellen Austauschs, der über kurzlebige Modetrends hinausgeht. Im Zentrum steht die Förderung des „guten Trinkens“, ein Konzept, das tief in der Slow-Food-Philosophie verwurzelt ist, welche Qualität und fundiertes Wissen über die bloße Quantität des Konsums stellt.

Die Bewegung, ursprünglich 1986 von Carlo Petrini in Bra, Italien, als Protest gegen die Fast-Food-Industrie ins Leben gerufen, legt Wert auf Authentizität, Geschichte und regionale Produkte, was sich nun auf die Getränkekultur überträgt. Das Programm fokussiert auf die Wertschätzung der Rohmaterialien, der angewandten Technik und der Herkunft der verwendeten Komponenten in Cocktails. Dies spiegelt das übergeordnete Slow-Food-Credo von „Gut, Sauber und Fair“ wider, das ursprünglich für Lebensmittel entwickelt wurde und nun auf die Getränkeauswahl angewandt wird.

Die Initiative hebt explizit lokale Erzeugnisse hervor, indem sie diese in Interpretationen klassischer und regionaler Mixgetränke integriert. Dies steht im Einklang mit dem Ziel der globalen Slow-Food-Bewegung, die sich für den Schutz der biologischen Vielfalt und traditioneller Herstellungsmethoden einsetzt und heute über 100.000 Mitglieder in mehr als 100 Ländern umfasst. Die Verankerung dieser Kulturarbeit in der Region Lunigiana ist bedeutsam, da diese historische Grenzregion für ihre gastronomischen Kontaminationen bekannt ist.

Slow Food LuniApua, die die Organisation der „Mercati della Terra di Lunigiana“ in Pontremoli verantwortet, nutzt diese Plattform zur Förderung lokaler Handwerker. Zu den geschützten lokalen Spezialitäten, den Slow Food Presidia, gehören der handwerkliche Testarolo aus Pontremoli, ein altes Nudelgericht aus Mehl und Wasser, sowie die Marocca di Casola, ein Brot aus Kastanienmehl, Weizenmehl und gekochten Kartoffeln. Diese Betonung lokaler Exzellenz in der Gastronomie bildet die Grundlage für die Ausweitung auf die Mixologie.

Die Mercati della Terra in Lunigiana, die seit ihrer Einweihung am 7. September 2025 in Pontremoli stattfinden, sind ein Beleg für die aktive Verankerung der Organisation vor Ort, wobei über zwanzig Produzenten aus der Provinz Massa-Carrara teilnehmen. Diese Märkte finden monatlich statt, typischerweise am ersten Sonntag des Monats, und dienen als Schaufenster für die Produkte, die die Basis für die neue Cocktailkultur bilden sollen. Die Verbindung von Weinverkostungen in biologischen Weingütern und lokalen „Slow Food“-Spezialitäten in Fivizzano zeigt die breite Anwendung der Philosophie in der Region.

Durch die Fokussierung auf Mixologie etabliert Slow Food Lunigiana Luniapua einen neuen kulturellen Bezugspunkt. Es geht darum, die Wertschätzung für das Handwerk hinter dem Drink zu kultivieren, sei es durch die Auswahl seltener lokaler Liköre oder die sorgfältige Zubereitung klassischer Rezepte mit regionalen Akzenten. Diese Entwicklung unterstreicht, dass das Recht auf Genuss, ein Kernanliegen der Bewegung seit ihrer Gründung, auch die flüssige Kultur umfasst und somit ein ganzheitliches Erlebnis von Qualität und Bewusstsein fördert.

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Quellen

  • La Nazione

  • La Nazione

  • La Nazione

  • La Nazione

  • Lunigiana Earth Markets - Mercati della Terra - Slow Food Foundation

  • Mercati della Terra della Lunigiana - Fondazione Slow Food

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