Wissenschaftlich belegte Wirkung und kulinarische Nutzung der Ingwerwurzel

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Die Ingwerwurzel (Zingiber officinale) etabliert ihren Status als etabliertes Nahrungsmittel, gestützt durch eine Reihe wissenschaftlicher Belege. Die primären bioaktiven Substanzen, insbesondere Gingerole und Shogaole, sind für die nachgewiesenen entzündungshemmenden, verdauungsfördernden und antioxidativen Eigenschaften verantwortlich. Diese Komponenten, die auch für die charakteristische Schärfe verantwortlich sind, sind ausschlaggebend für die positiven Effekte auf den menschlichen Organismus. Die Forschung deutet darauf hin, dass eine moderate tägliche Aufnahme die allgemeine Vitalität und den Stoffwechsel positiv beeinflussen kann.

Neue Studien belegen spezifische physiologische Vorteile für körperlich aktive Personen. Die tägliche Einnahme von Ingwer kann demnach zur Linderung von Muskelschmerzen nach intensiver körperlicher Belastung beitragen. Konkret wurde in Placebo-kontrollierten Untersuchungen festgestellt, dass die Muskelschmerzen im Oberarm, ausgelöst durch exzentrisches Krafttraining, innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Belastung um bis zu 25 Prozent reduziert werden konnten. Diese Reduktion der Schmerzintensität, gemessen bei Probanden, die über elf Tage hinweg rohen oder hitzebehandelten Ingwer konsumierten, korreliert mit einer günstigeren Beeinflussung von Entzündungsparametern im Serum. Die Universität Georgia hat diese schmerzlindernde Fähigkeit des Ingwers belegt.

Die kulinarische Integration der vielseitigen Wurzel gestaltet sich einfach und vielschichtig. Ingwer verfeinert kräftige Hauptgerichte und passt ebenso zu Süßspeisen und Gebäck. Eine gängige Zubereitungsart ist die Infusion mit Zitrone und Honig oder die frische Verwendung in Marinaden, Suppen und asiatischen Pfannengerichten. Im asiatischen Raum dient eingelegter Ingwer traditionell zur Geschmacksneutralisation bei Sushi und Sashimi. Im Gegensatz dazu wird in der arabischen Küche, wo Ingwer ebenfalls eine Grundzutat darstellt, fast ausschließlich Ingwerpulver verwendet, das gut zu mildem Geflügel passt.

Über die akute Schmerzlinderung hinaus zeigen die Inhaltsstoffe weitreichende metabolische Effekte. Die Gingerole ähneln in ihrer Zusammensetzung Acetylsalicylsäure und tragen zu den schmerzlindernden Eigenschaften bei. Zudem wird die Verdauung durch die Anregung von Speichel-, Gallen- und Magensaftbildung gefördert, was Völlegefühl und Blähungen entgegenwirken kann. Ernährungswissenschaftler weisen darauf hin, dass die Wirkung auf den Energieumsatz zwar geringfügig sein kann, eine eindeutige Gewichtsreduktion allein durch den Konsum jedoch nicht garantiert ist. Dennoch kann die Erhöhung der Körpertemperatur durch die Scharfstoffe den Stoffwechsel vorübergehend anregen.

Für den täglichen Konsum wird eine moderate Dosierung empfohlen, wobei eine Richtlinie von etwa 2 bis 4 Gramm Ingwerpulver oder frischem Ingwer pro Tag gilt. Ein übermäßiger Verzehr kann zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Sodbrennen führen. Laut aktuellen Studien erzielen Aufgüsse, wie Ingwertee, die höchste medizinische Wirkung, da das heiße Wasser viele der scharfen Inhaltsstoffe freisetzt. Personen, die blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten Vorsicht walten lassen, da Studien widersprüchliche Ergebnisse zur blutverdünnenden Wirkung zeigen; eine Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal ist ratsam. Die Wurzel, die ursprünglich aus Südchina stammt, wird heute weltweit als geschätztes Gewürz und Heilmittel genutzt.

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Quellen

  • ElNacional.cat

  • Brieflands

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • News-Medical

  • Fit&Well

  • New Hope Network

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