Ernährungsphysiologische Neubewertung der Steckrübe über die Burns Supper-Tradition hinaus
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die Steckrübe, in Schottland umgangssprachlich als „Neeps“ bekannt, gewinnt als ganzjähriger Bestandteil einer gesunden Ernährung an Bedeutung, eine Neubewertung ihrer ernährungsphysiologischen Vorzüge, die über ihre traditionelle Rolle bei den Burns Suppers hinausgeht. Dieses nordische Wurzelgemüse, historisch eng mit dem Gedenken an Robert Burns verbunden, wird nun von Ernährungsexperten als wertvolles Lebensmittel für die moderne Gesundheitsvorsorge betrachtet. Diese Verschiebung der Wahrnehmung unterstreicht den Wert traditioneller Lebensmittel im aktuellen Kontext der Prävention.
Ernährungsfachleute bestätigen, dass Steckrüben eine bemerkenswert niedrige Kalorien- und Kohlenhydratdichte aufweisen, was sie für Diätpläne qualifiziert. Darüber hinaus liefern sie eine signifikante Menge an essenziellen Ballaststoffen, welche die Darmgesundheit unterstützen und zur Regulierung des Körpergewichts beitragen können. Diese Faserstoffe sind entscheidend für eine funktionierende Verdauung und fördern die Sättigung, was potenziell Heißhungerattacken vorbeugen kann, ein Effekt, der auch bei Lebensmitteln mit niedrigem glykämischen Index (GI) beobachtet wird. Lebensmittel mit einem GI unter 55 gelten als niedrig und deuten auf eine langsame Blutzuckerfreisetzung hin.
Ein weiterer gesundheitlicher Vorteil liegt im Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, insbesondere Glucosinolaten, die in Kreuzblütlergewächsen vorkommen. Diese Verbindungen werden mit potenziellen Vorteilen für die kardiovaskuläre Gesundheit in Verbindung gebracht, da sie entzündungshemmende Wirkungen im Körper entfalten können. Dies korrespondiert mit den Eigenschaften anderer Kohlsorten, die ebenfalls reich an entzündungshemmenden Anthocyanen sind. Die Betonung liegt auf der Reduzierung systemischer Entzündungen, einem Schlüsselfaktor für die Prävention chronischer Erkrankungen.
In Bezug auf Mikronährstoffe liefert eine typische Portion der Rübe wichtige Vitamine wie Vitamin C, Vitamin K und Vitamin B6. Diese sind fundamental für die Aufrechterhaltung eines robusten Immunsystems und spielen eine Rolle bei der Synthese schützender Antikörper. Vitamin C ist zentral für die Zellgesundheit und die Abwehr von Infektionen. Die Steckrübe zeichnet sich durch eine günstige Position auf der glykämischen Skala aus, da sie niedrig eingestuft wird, was zur Stabilisierung des Blutzuckerspiegels beiträgt. Dieser niedrige GI ist besonders relevant für Personen, die ihr Risiko für Typ-2-Diabetes managen möchten.
Experten raten, die Rüben nicht übermäßig lange zu kochen, um den Verlust wasserlöslicher Vitamine zu minimieren, und empfehlen Zubereitungsarten wie das Pürieren, Rösten oder das Rohreiben für Salate. Im Gegensatz dazu kann das Kochen von Karotten den GI von 30 auf 85 erhöhen. Obwohl die Steckrübe in Schottland oft mit dem Burns Supper assoziiert wird, existiert in England eine sprachliche Divergenz, bei der die Begriffe „Swede“ und „Turnip“ (Steckrübe) regional vertauscht werden können. Unabhängig von kulinarischen Debatten belegen die ernährungsphysiologischen Fakten die vielseitige Eignung der Steckrübe für die Integration in die tägliche Ernährung, um das ganze Jahr über von ihren umfassenden gesundheitlichen Vorteilen zu profitieren.
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Quellen
Yahoo!
Best Burns Night 2026 events in Edinburgh, London and across the UK | The Independent
Scott Baptie's Food For Fitness
7 Health and Nutrition Benefits of Rutabagas - Healthline
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