Physikerin Strømme postuliert Bewusstsein als fundamentales Feld der Realität

Bearbeitet von: Vera Mo

Die in Norwegen geborene und in Schweden tätige Physikerin Professor Maria Strømme von der Universität Uppsala hat ein weitreichendes theoretisches Modell zur Entstehung des Universums und des Bewusstseins vorgelegt. Strømme, deren Forschungsschwerpunkt üblicherweise die Nanotechnologie ist, vollzieht mit dieser Arbeit einen signifikanten Schritt von der Mikro- zur Makroskala, indem sie eine grundlegend neue Theorie über den Ursprung des Kosmos entwickelt. Ihre Abhandlung mit dem Titel „Universal consciousness as foundational field: A theoretical bridge between quantum physics and non-dual philosophy“ wurde am 13. November 2025 in der Fachzeitschrift AIP Advances publiziert und zierte als beste Ausgabe des jeweiligen Heftes dessen Umschlag.

Der Kern der im Jahr 2025 formulierten Theorie postuliert, dass das Bewusstsein die fundamentale Komponente der Wirklichkeit darstellt und nicht lediglich ein sekundäres Produkt neuronaler Prozesse im Gehirn ist. Strømme modelliert das universelle Bewusstsein als ein fundamentales Feld, aus dem sich die individuelle Wahrnehmung durch Mechanismen wie Symmetriebrechung und Quantenfluktuationen herausdifferenziert. Diese Position markiert eine Abkehr von reduktionistischen neurowissenschaftlichen Ansätzen und knüpft stattdessen an historische Argumentationen an, wie jene von Eugene Wigner, der in den 1960er Jahren die Rolle des Bewusstseins beim Kollaps der Wellenfunktion postulierte. Wigner, der 1963 den Nobelpreis für Physik erhielt, sah diese Idee zwar formuliert, sie wurde jedoch von modernen Physikern weitgehend verworfen.

Strømmes Rahmenwerk legt nahe, dass das Bewusstsein Strukturen wie Zeit, Raum und Materie zeitlich vorausgeht und somit die Grundlage bildet. Die wahrgenommene Trennung des individuellen Bewusstseins wird in diesem Modell als eine Illusion interpretiert, die aus einem vereinheitlichten, formlosen Substrat entsteht. Die theoretische Konstruktion adressiert auch den Zustand vor dem Urknall, der als zeitloses, undifferenziertes Potenzial vor der Entstehung von Raum und Zeit beschrieben wird. Die Differenzierung in individuelle Erfahrung wird mathematisch durch die Behandlung des universellen Bewusstseins als Grundfeld modelliert, wobei die Entstehung von Raumzeit und individueller Wahrnehmung durch Quantenprozesse erklärt wird.

Die theoretischen Implikationen dieser Arbeit finden Resonanz in aufkommenden Theorien der Quantengravitation, welche die klassische Raumzeit als emergierend aus einer tiefer liegenden Ordnung betrachten. Strømme, die seit 2004 Professorin für Nanotechnologie an der Universität Uppsala ist und damit die jüngste technische Professorin Schwedens wurde, zieht Parallelen zu philosophischen Traditionen und bemerkt, dass bereits frühe Quantenphysiker ähnliche Konzepte untersuchten. Die individuelle Gedankentätigkeit strukturiert die subjektiven Erfahrungen, indem sie eine Art „Kollaps“ des universellen Feldes in einen beobachteten Zustand bewirkt. Die Forschung von Maria Strømme ist aktuell, da das wissenschaftliche Interesse an interdisziplinären Ansätzen zur Bewusstseinsforschung im Jahr 2025 zugenommen hat.

Die Forscherin, die auch Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften ist und 2012 deren Goldmedaille für ihre Forschung und ihr Unternehmertum erhielt, hat in ihrem Modell auch überprüfbare Vorhersagen für die Physik, die Kosmologie und die Neurowissenschaften formuliert. Die Theorie legt nahe, dass Phänomene wie Telepathie oder Nahtoderfahrungen natürliche Konsequenzen eines geteilten Bewusstseinsfeldes sein könnten, was sie in quantenmechanischen Begriffen darlegt. Ihre Ambition war es, dies unter Verwendung der Sprache der Physik und mathematischer Werkzeuge zu beschreiben.

Quellen

  • raketa.hu

  • Uppsala University

  • AIP Publishing

  • AIP Advances

  • Quantum Insider

  • The Helper

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