Tadschikistan weist Einrichtung von Zentren für Arische Zivilisation und Navruz in Duschanbe an
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Präsident Emomali Rahmon von Tadschikistan hat die Regierung sowie das Exekutivbüro des Staatsoberhaupts angewiesen, konkrete Maßnahmen zur Gründung eines Zentrums für Arische Zivilisation in Duschanbe umzusetzen. Diese Anweisung erfolgte im Anschluss an die Botschaft des Präsidenten vom 16. Dezember 2025. Ziel dieser Initiative ist es, das nationale Selbstverständnis zu stärken und die historische Verortung des tadschikischen Volkes im globalen Kontext zu definieren. Parallel dazu ordnete der Präsident die Einrichtung eines Internationalen Navruz-Zentrums an, welches ebenfalls in Duschanbe angesiedelt sein wird. Beide Einrichtungen sollen künftig als zentrale kulturelle und bildungsrelevante Anlaufstellen dienen, um die historischen, spirituellen und kulturellen Werte der Region zu fördern.
Die Nationale Akademie der Wissenschaften Tadschikistans sowie zugehörige wissenschaftliche und planende Institutionen erhielten den Auftrag, das konzeptionelle Fundament für diese neuen Zentren zu erarbeiten. Dieses Konzept muss architektonische und städtebauliche Traditionen, die aus alten Siedlungsformen stammen, eng mit den historischen Gepflogenheiten der tadschikischen Staatlichkeit und Regierungsführung verknüpfen. Der resultierende Entwurf ist der Regierung zeitnah vorzulegen. Diese Initiative stellt eine Fortführung von Präsident Rahmons intellektuellem Fokus auf das arische Erbe dar, welches er bereits in früheren Publikationen beleuchtet hat und nun in institutionelle Strukturen überführt.
Aus akademischer Sicht wird diese Entwicklung als zeitgemäß betrachtet. Dr. Larisa Dodkhudoeva, Historikerin und Leiterin der Abteilung für Ethnologie und Historische Anthropologie am A. Donisch Institut für Geschichte, Archäologie und Ethnographie, betonte die Wichtigkeit, das kulturelle Erbe des tadschikischen Volkes durch alte Weltanschauungen, Glaubenssysteme und Rituale nachzuverfolgen, wie sie sich in der heutigen Kultur manifestieren. Sie stellte klar, dass das geplante Zentrum für Arische Zivilisation, welches sie als „Konun Zentrum“ bezeichnete, nicht auf pseudowissenschaftlicher Ideologie basiere. Vielmehr ziele es darauf ab, die internationale Zusammenarbeit bei der Erforschung des nationalen Erbes der hochentwickelten arischen Zivilisation voranzutreiben. Die Wurzeln dieser Zivilisation werden auf die alten indoiranischen Völker zurückgeführt, die als Vorfahren der heutigen Iraner, Inder und Tadschiken gelten, neben anderen indogermanischen Gruppen, denen monumentale Werke wie die Veden und das Avesta zugeschrieben werden.
Professor Dodkhudoeva verortete diesen historischen Kontext in die Bronzezeit, genauer gesagt in die Zeit vom Ende des 3. Jahrtausends bis zum Beginn des 1. Jahrtausends vor Christus. Diese Ära war geprägt von Fortschritten in der Metallurgie, dem Aufkommen städtischer Siedlungen und der Entstehung früher zoroastrischer Glaubenskonzepte, die für die tadschikische Ethnogenese von zentraler Bedeutung sind. Archäologische Belege für diese tiefgreifende historische Erzählung liefern bedeutende Stätten in Tadschikistan. Die Siedlung Sarasm, die vom IV. bis III. Jahrtausend v. Chr. im Sarawschantal datiert wird und heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, belegt die Entwicklung menschlicher Besiedlung in Zentralasien. Sarasm fungierte als wichtiges Handelszentrum, das Verbindungen zum iranischen Hochland, Turkmenistan und dem Industal pflegte, und war im 4. und 3. Jahrtausend v. Chr. ein Hauptzentrum der Paläometallproduktion.
Darüber hinaus wird die Siedlung Takht-i-Sangin, nahe dem Zusammenfluss von Wachsch und Pandsch gelegen, als vielversprechende Quelle für die Erforschung der modernen tadschikischen Ethnokultur hervorgehoben. Ausgrabungen dort, zu denen auch der Tempel des Oxus gehörte und die von 1976 bis 1991 stattfanden, gewähren Einblicke in die hellenistische und Kushan-Zeit. Das A. Donisch Institut für Geschichte, Archäologie und Ethnographie bereitet aktuell die Publikation „Geheimnisse von Takht-i-Sangin“ vor, die als erstes Material für das neue Zentrum für Arische Zivilisation dienen soll. Diese institutionelle Betonung des alten Erbes knüpft an Präsident Rahmons frühere Ausrufung des Jahres 2006 zum „Jahr der Arischen Zivilisation“ an, welches ebenfalls darauf abzielte, das Nationalbewusstsein bei der jungen Generation zu fördern.
17 Ansichten
Quellen
Ховар
НИАТ "Ховар"
НИАТ "Ховар"
Avesta.tj
Kazinform
Weitere Nachrichten zu diesem Thema lesen:
Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.
