Meteorologische Modelle prognostizieren Wetterumschwung in Europa zum Jahreswechsel 2025/2026

Bearbeitet von: gaya ❤️ one

Meteorologische Modelle signalisieren zum Übergang vom Jahr 2025 in das Jahr 2026 eine signifikante Neuausrichtung der Wettercharakteristika in Europa. Die gegenwärtig in weiten Teilen des Kontinents herrschenden, überdurchschnittlich warmen Dezemberbedingungen sollen sich zugunsten kälterer Witterung verschieben, wobei Zentral- und Osteuropa primär ab Januar 2026 betroffen sein werden. Diese atmosphärische Transformation wird auf erwartete Modifikationen in den Druckanomalien zurückgeführt, welche potenziell die südliche Verlagerung kälterer Luftmassen arktischen Ursprungs begünstigen könnten.

Die jüngste Wärmeperiode im frühen Dezember, in der Westeuropa Temperaturen meldete, die bis zu 10 Grad über dem langjährigen Mittel lagen, deutet sich laut aktuellen Prognosen allmählich einer Stabilisierung zu. Die anhaltende La Niña-Phase im Pazifik beeinflusste den Jetstream, was zu einer Verschiebung der Sturmbahnen in Richtung Südwesteuropa und Nordafrika führte. Die La Niña-Bedingungen, die laut NOAA Climate Prediction Center bis zum Winter 2025/2026 andauern und sich bis zum Frühjahr 2026 abschwächen sollen, beeinflussen die globale Zirkulation und somit die Position des nordatlantischen Jetstreams.

Der Monat Februar 2026 wird als die Periode mit dem höchsten Risiko für arktische Einbrüche und strenge Fröste hervorgehoben, insbesondere in den zentralen und östlichen Regionen Europas. Experten von meteoblue erwarten für Nord- und Mitteleuropa in dieser Konstellation eher kalte Ausbrüche, während Südeuropa tendenziell trocken und milder bleibt. Die Vorhersagen des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) weisen für den saisonalen Durchschnitt von Dezember bis Februar auf unterdurchschnittliche Schneefälle in weiten Teilen Europas hin, besonders im Süden und Westen.

Als kritischer Faktor gilt die Entwicklung des Polarwirbels; eine Schwächung oder Aufspaltung des Wirbels, für die eine Wahrscheinlichkeit von 60 bis 75 Prozent besteht, könnte arktische Luftmassen nach Süden lenken. Ein solches Szenario, das durch eine plötzliche Stratosphärische Erwärmung (SSW) verstärkt werden könnte, wird besonders für Januar und Februar 2026 als hochriskant eingestuft. Für Mitteleuropa deuten die Berechnungen für den Januar 2026 auf den Höhepunkt des Winters hin, mit der Möglichkeit längerer Frostperioden, möglicherweise begünstigt durch eine negative oder neutrale Nordatlantische Oszillation (NAO) ab diesem Monat.

Die Interaktion zwischen La Niña, NAO und einem labilen Polarwirbel führt zu einem volatilen, kontrastreichen Winterbild, das von milden Phasen und scharfen Kälteeinbrüchen geprägt ist. Das amerikanische CFS-Modell signalisierte über Wochen hinweg eine zunehmende Kälteentwicklung für Januar 2026, was auf einen möglichen Kälteeinbruch hindeutet, falls sich die Luftströmung neu organisiert und eine Hochdruckblockade den Jetstream so lenkt, dass sibirische Kaltluft nach Westeuropa vordringen kann. Die Wahrscheinlichkeit für mehrtägige Kälteperioden unter 0 Grad im Flachland wird auf 40 bis 45 Prozent taxiert, was einen deutlichen Unterschied zu den milderen Wintern der jüngsten Vergangenheit darstellt.

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Quellen

  • Zaujímavý Svet

  • Winter 2025/2026 Forecast for Europe: From Very Warm to Extremely Cold (from NAO+ to NAO-)

  • Europe Week 2-4 Outlook: Lack of Snow Cover Helps to Inspire Warm December

  • Christmas 2025 will be marked by an unstable and colder than usual weather in much of Spain

  • 10-day trend: Turning drier and a little chillier into Christmas week - Met Office

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