Tierverhaltensexpertin identifiziert sechs Schlüsselzeichen der nonverbalen Hundekommunikation
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Die Verständigung mit Haushunden erfordert ein tiefes Verständnis der nonverbalen Signale, das über grundlegende Äußerungen wie Bellen oder Schwanzwedeln hinausgeht. Die renommierte Tierverhaltensexpertin Isabel Cárdenas betont, dass die Kommunikation von Caniden primär auf physischen Äußerungen basiert, welche essenzielle Nuancen für Sicherheit und effektives Verhaltensmanagement bergen. Cárdenas hat sechs zentrale Signale identifiziert, deren korrekte Interpretation die Bindung zwischen Mensch und Tier signifikant vertiefen kann. Diese Erkenntnisse sind fundamental, da Hunde im Gegensatz zu Menschen hauptsächlich über sichtbare optische Signale kommunizieren, wie es die Verhaltensforschung belegt.
Die Fähigkeit, die Körpersprache des Hundes präzise zu entschlüsseln, ist für eine reibungslose Mensch-Hund-Interaktion unerlässlich, um Missverständnisse zu vermeiden, die durch grundlegend unterschiedliche Kommunikationsmuster entstehen. Ein tiefgehendes Verständnis ermöglicht es dem Halter, Unbehagen oder Stresszustände des Tieres in sozialen Interaktionen mit Artgenossen oder Menschen frühzeitig zu erkennen und proaktiv zu handeln, was das Vertrauen des Hundes stärkt. Beschwichtigungssignale, die tief in der Evolution der Hunde verwurzelt sind, dienen dazu, Konfliktsituationen abzuschwächen oder zu umgehen, wobei viele Halter deren Bedeutung oft fehleinschätzen.
Ein zentrales Element der Hundekommunikation ist die Körperhaltung, die je nach Kontext unterschiedliche Botschaften vermittelt. Beispielsweise kann eine Vorkörpertiefstellung, bei der der Oberkörper abgesenkt und das Hinterteil in die Höhe gestreckt wird, eine klare Spielaufforderung darstellen, insbesondere in Kombination mit einer wedelnden Rute und leichtem Anstupsen. Im Gegensatz dazu signalisiert ein starrer Blick bei angespannter Gesamtkörperhaltung ein Imponier- oder Drohverhalten, dem oft ein Schnappen in die Luft folgt. Ebenso wichtig ist die Bewegung: Hunde nähern sich selten direkt, sondern bevorzugen eine Annäherung im Bogen, was als Deeskalationssignal interpretiert wird, um keine Provokation zu signalisieren.
Die Mimik und die Position der Ohren liefern weitere wichtige Informationen. Aufgerichtete, spitze Ohren können auf Wachsamkeit und Selbstsicherheit hindeuten, wohingegen nach hinten gerichtete Ohren oft ein Zeichen von Unterwürfigkeit oder Unsicherheit sind. Auch der Blickkontakt ist vielschichtig; ein direkter, starrer Blick kann als Bedrohung aufgefasst werden, während große Pupillen und ein sanfter Blick auf Entspannung schließen lassen. Interessanterweise kann Gähnen bei Hunden nicht nur Müdigkeit anzeigen, sondern auch ein selbstberuhigendes Signal in stressigen Momenten sein oder zur Beruhigung des Gegenübers eingesetzt werden.
Um die nonverbale Kommunikation vollständig zu erfassen, ist es notwendig, alle Signale simultan zu bewerten, da eine isolierte Interpretation zu Fehlinterpretationen führen kann. Experten weisen darauf hin, dass, ähnlich wie beim Menschen, wo Mimik und Gestik komplexe Botschaften vermitteln, auch beim Hund die Kombination aus Körperhaltung, Rutenstellung und Gesichtsausdruck die wahre Absicht offenbart. Die Fähigkeit, diese subtilen Signale zu erkennen, schafft eine solide Grundlage für gelingende Dialoge und stärkt die Beziehung, da der Mensch lernt, auf die emotionalen Zustände des Tieres zu reagieren.
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Quellen
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