Krypto-Industrie fordert von der Trump-Administration sofortige regulatorische Klarheit

Bearbeitet von: Yuliya Shumai

Am 20. November 2025 wandte sich eine breite Koalition, die über 65 Organisationen aus der Kryptowährungsbranche und verschiedenen Interessengruppen vereint, mit einem dringenden Appell an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump. Das zentrale Anliegen des Schreibens war die nachdrückliche Forderung, die vorhandenen administrativen Befugnisse der Bundesbehörden unverzüglich zu nutzen, um Richtlinien zu Schlüsselthemen der Besteuerung und Regulierung digitaler Vermögenswerte zu erlassen. Die Unterzeichner betonten, dass man nicht auf die Verabschiedung entsprechender Gesetze durch den Kongress warten dürfe.

Die treibende Kraft hinter dieser Initiative war das Solana Policy Institute. Zu den namhaften Akteuren, die sich dieser Allianz anschlossen, zählten Branchengrößen wie Coinbase, Uniswap Labs, die Blockchain Association sowie Exodus. Sie argumentieren vehement, dass Institutionen wie die Securities and Exchange Commission (SEC), die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), das Finanzministerium und das Justizministerium (DOJ) über ausreichende administrative Instrumente verfügen. Hierzu zählen die Bereitstellung provisorischer Klarstellungen, die Ausgabe von „No-Action Letters“ oder die Gewährung regulatorischer Ausnahmen. Dieser koordinierte Druck auf die Exekutive zielt darauf ab, Trumps Wahlversprechen bezüglich Kryptowährungen durch konkrete Maßnahmen der Behörden in die Tat umzusetzen.

Im steuerlichen Bereich legte die Koalition eine Reihe spezifischer Forderungen vor, die ihrer Ansicht nach sofort umsetzbar sind. Insbesondere fordern die Unterzeichner, dass Erträge aus Staking und Mining als „selbst generiertes Eigentum“ behandelt werden sollten. Das würde bedeuten, dass Steuern erst zum Zeitpunkt des Verkaufs fällig werden, nicht bereits im Moment des Erhalts. Darüber hinaus wurde die Einführung eines de minimis-Freibetrags von rund 600 US-Dollar für kleinere Transaktionen angeregt. Ebenso wichtig ist die klare Definition, dass alltägliche Vorgänge wie Bridging, Token Wrapping, Forks, Airdrops, das Hinterlegen von Sicherheiten und Liquidationen nicht automatisch als steuerpflichtige Ereignisse gelten sollen.

Parallel zu den steuerlichen Belangen enthielt das Schreiben eine direkte Aufforderung an das Justizministerium, die Anklage gegen Roman Storm, einen der Entwickler von Tornado Cash, einzustellen oder zu überprüfen. Dieses Anliegen spiegelt die Sorge der Industrie wider, dass aktuelle Durchsetzungsmaßnahmen unbeabsichtigt die Softwareentwicklung selbst kriminalisieren könnten. Im August 2025 hatte eine Jury Storm zwar in einem Punkt der Verschwörung zur Führung eines nicht lizenzierten Geldtransfergeschäfts für schuldig befunden, jedoch konnten sich die Geschworenen bei den schwerwiegenderen Vorwürfen der Geldwäsche und Sanktionsverstöße nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen.

Diese branchenweite Aktion baut auf den Empfehlungen auf, die im Juli 2025 im Bericht der Presidential Working Group on Digital Assets dargelegt wurden. Die Koalition verweist zudem auf Trumps Executive Order vom 23. Januar 2025, mit dem diese Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und einige zuvor geltende restriktive Bestimmungen aufgehoben wurden. Die Industrie betrachtet diese administrativen Schritte als entscheidend, um die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Bereich digitaler Vermögenswerte zu sichern, während der Kongress weiterhin mit der Verabschiedung langfristiger Gesetze Zeit benötigt.

Die beteiligten Organisationen ersuchten die SEC ferner darum, einen Rahmen für eine „Token Safe Harbor“ zu prüfen. Dieser soll, analog zu einem Vorschlag der Kommissarin Hester Peirce, Projekten eine dreijährige Frist zur Dezentralisierung gewähren, ohne dass sofort eine Wertpapierregistrierung erforderlich wird. Das Solana Policy Institute, gegründet von Miller Whitehouse-Levin, der zuvor als CEO des DeFi Education Fund tätig war, setzt sich vehement für Rechtssicherheit für Entwickler und Nutzer dezentraler Netzwerke ein. Zusammenfassend unterstreicht das Schreiben das Bestreben des Kryptosektors, unverzüglich Rechtssicherheit zu erlangen und den regulatorischen Druck zu mindern, den die Unterzeichner als Bedrohung für Innovationen ansehen.

Quellen

  • Bitcoinist.com

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • vertexaisearch.cloud.google.com

  • vertexaisearch.cloud.google.com

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