Die 60-Sekunden-Dankbarkeitsübung: Neurowissenschaftliche Grundlagen für erhöhte Stressresistenz

Bearbeitet von: Elena HealthEnergy

Bereits eine einzige Minute fokussierter Dankbarkeitsäußerung kann die neuronale Widerstandsfähigkeit des Körpers unmittelbar stärken, insbesondere im Hinblick auf die jährliche Hochphase des Feiertagsstresses. Dieser Befund liefert ein unkompliziertes, wissenschaftlich fundiertes Instrument zur Bewältigung akuter psychischer Belastungen. Der Fokus verschiebt sich dabei von langwierigen Tagebuchführungen hin zu hochwirksamen, sofort anwendbaren Interventionen.

Der Kern moderner Neurowissenschaften besagt, dass kurzzeitige Dankbarkeitspraktiken der Stressreaktion aktiv entgegenwirken können, indem sie spezifische Hirnareale beeinflussen. Die Neuropsychologin Dr. Elena Weber, deren Forschungsschwerpunkt auf dem Phänomen der Dankbarkeit liegt, erläutert, dass Stresshormone wie Cortisol die Aktivität des präfrontalen Kortex – jener Region, die für Planung zuständig ist – unterdrücken. Dies versetzt das Gehirn in einen permanenten „Kampf-oder-Flucht“-Modus. Die entwickelte Dankbarkeitsmethode dient als präzise neuronale Intervention, um diesen Effekt umzukehren, indem sie beruhigende Schaltkreise aktiviert. Diese Erkenntnis deckt sich mit Studien, die chronischen Stress langfristig als „Killer für Gehirn und Produktivität“ identifizieren.

Diese Empfehlungen werden durch eine im Juli 2024 veröffentlichte Untersuchung untermauert, die von Wissenschaftlern unter der Leitung von Yin Chen an der Harvard T.H. Chan School of Public Health in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde. Die Harvard-Studie belegte, dass Individuen mit hohem Dankbarkeitsniveau im Beobachtungszeitraum von vier Jahren ein um 9 % geringeres Risiko hatten, an jeglicher Ursache zu versterben, verglichen mit der Gruppe mit den niedrigsten Dankbarkeitswerten. Diese Ergebnisse bekräftigen, dass Dankbarkeit ein modifizierbarer psychologischer Faktor ist, der gezielt zur Gesundheitserhaltung eingesetzt werden kann, insbesondere bei älteren Bevölkerungsgruppen.

Experten betonen die Trainierbarkeit der Dankbarkeit und vergleichen sie mit der Belastung von Muskelgewebe, wie es ein Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Psychologen (BDP) darlegt. Der BDP, eine offiziell anerkannte psychologische Organisation in Deutschland, vereint rund 6000 Mitglieder. Im Zentrum der Resilienzforschung für das Jahr 2025 stehen die sogenannten „Glimmers“ (Glimmerlichter) – winzige Momente der Sicherheit, die das Nervensystem beruhigen und den parasympathischen Anteil aktivieren, im Gegensatz zu „Triggern“, die Angst auslösen. Zur akuten Stressbewältigung werden spezifische Protokolle empfohlen, darunter das „60-Sekunden-Scanning“ und die „Noch-nicht-Technik“ (Yet Technique).

Der wesentlichste Erkenntnisgewinn basiert auf dem Prinzip der Neuroplastizität: Kurze Dankbarkeitsübungen können die graue Substanz in den Schläfenlappen, dem Areal der Emotionsverarbeitung, physisch verändern. Dr. Weber argumentiert: „Wenn Sie heute Dankbarkeit praktizieren, reduzieren Sie nicht nur Stress; Sie legen neuronale Bahnen an.“ Dieser Vorgang etabliert die „Neuronale Resilienz“ – die Fähigkeit des Gehirns, nach einer Stressbelastung schnell in den Ruhezustand zurückzukehren, wobei Dankbarkeit als funktionierender Reset-Knopf fungiert. Die Fokussierung auf Resilienz hat auch das Unternehmensumfeld beeinflusst, wo Firmen während der Feiertage „Meeting-freie Zonen“ eingeführt haben, um Burnout-bedingte Verluste zu minimieren.

Im Kontext der Hirnveränderbarkeit können Achtsamkeitspraktiken wie Meditation die Konzentrationsfähigkeit verbessern und Stress mindern, was sich positiv auf die Anpassungsfähigkeit des Gehirns auswirkt. Der Pionier im Bereich des mentalen Trainings, der Neurobiologe Lawrence Katz, entwickelte die Neurobics, die darauf abzielen, neue neuronale Pfade für die Denkflexibilität zu schaffen. Der einfache Ratschlag für den Alltag bleibt jedoch aktuell: Erwartungen herunterschrauben und die Wertschätzung steigern, indem man diese momentanen mentalen Interventionen nutzt.

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Quellen

  • Ad Hoc News

  • Jádu - Goethe-Institut

  • FOCUS online

  • Harvard T.H. Chan School of Public Health

  • CHIP

  • PubMed

  • Netzwerk Hochsensibilität

  • Metabolic

  • BDP-Verband

  • WXO

  • Spektrum.de

  • Psychotipps

  • DeutschesGesundheitsPortal

  • KKH Kaufmännische Krankenkasse

  • Deutsche Psychologen Akademie

  • Spektrum der Wissenschaft

  • Positive Psychologie

  • DER SPIEGEL

  • ADAC

  • SRF Meteo

  • DAK-Gesundheit

  • Ipsos

  • Dussmann - Das Kulturkaufhaus

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