
Buddha
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Autor: lee author

Buddha
Die Mechanik des Übergangs des „unerwachten Menschen“
FRAGE:
In der yogischen Tradition fällt die Seele eines unerwachten Menschen nach dem Tod im Bardo in einen unbewussten Zustand, ähnlich einem Tiefschlaf, und erwacht erst in einem neuen Leben wieder. Nur wer erleuchtet ist, schläft nicht ein und kann frei entscheiden, ob er wiedergeboren werden möchte oder nicht. Bei Michael Newton und vielen anderen hingegen gelangen die Seelen nach dem Tod zu ihresgleichen auf derselben Entwicklungsstufe und planen sogar ihre nächsten Inkarnationen. Wie ist Ihre Sicht auf diese Dinge?
ANTWORT von lee:
Der Begriff Bardo stammt nicht aus der Yoga-Tradition, sondern aus dem tibetischen Buddhismus, der streng genommen weniger Buddhismus als vielmehr eine Form des Lamaismus ist. Er weist eine ganz eigene Spezifik auf, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen.
Was den Moment des Übergangs eines „unerwachten Menschen“ betrifft, so ist die Sache im Grunde einfach. Der Übergang selbst ist stets ein Erwachen. Immer. Doch die Persönlichkeit kann so sehr darauf unvorbereitet sein – etwa weil sie dramatische Inszenierungen wie ein „Gottesgericht“ samt Teufeln erwartet –, dass sie eine Phase der Anpassung beziehungsweise der Frequenzregulierung benötigt.
Diese Regulierung kann dabei äußerst spezifisch sein, etwa so, wie Michael Newton sie beschreibt, oder sie kann sogar zu einer sofortigen Verkörperung in einem anderen Leben führen, um genau dort die Schwingungsdifferenz zwischen der Realität und den Vorstellungen der Persönlichkeit auszugleichen.
Die Logik dahinter ist nicht, dass es feste Regeln für einen „richtigen Übergang“ gibt, sondern dass die Schwingung eines Menschen seine Realität bestimmt – sowohl im Leben als auch danach. Diese Frequenzkluft muss die Persönlichkeit selbst schließen, um ihre Ganzheitlichkeit zu bewahren. Andernfalls ginge die Erfahrung eines gelebten Lebens als jene geschlossene Absicht verloren, die bereits vor der Inkarnation manifestiert wurde. Es handelt sich hierbei also nicht um Regeln oder Vorschriften, sondern um die reine Mechanik der Inkarnation.
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