Dienen statt Kontrolle: Eine neue Architektur von Bewusstsein und Gesellschaft

Autor: lee author

Dienen statt Kontrolle: Eine neue Architektur von Bewusstsein und Gesellschaft-1

Gibt es eine Hierarchie im Einen?

❓FRAGE:

„Wir alle sind Eins“ lässt sich doch sicher unterschiedlich interpretieren? Es entsteht der Eindruck, dass manche Quellen zwar ständig von dieser Einheit sprechen, die Informationen danach aber so vermittelt werden, als seien wir zwar Eins, lebten aber dennoch in einer Hierarchie. Das heißt, wir sind zwar miteinander und mit allem Seienden verbunden, doch jeder Teil unterwirft sich etwas Größerem. Also. Versucht hier der Verstand, alles einem hierarchischen System zu unterwerfen, um Kontrolle auszuüben, oder existiert eine Hierarchie auch außerhalb unserer Welt – nur in einer völlig anderen Form, einer Form der Einheit, die sich der wertenden Logik des Verstandes entzieht?

❗️ANTWORT von lee:

Hierarchie ist ein Produkt des Verstandes. In der Logik des Seins kommt sie nicht vor. Die Hierarchie wurde zwecks Manipulation erdacht, als Idee verbreitet und als Fundament für den Aufbau der Gesellschaft genutzt.

Sie haben verschiedene Körperorgane. Jemand mag sagen, das Gehirn sei das Wichtigste, ein anderer das Herz. Doch im Körper gibt es kein „Wichtigstes“. Alle Organe agieren als Einheit und erfüllen jeweils ihre eigenen Aufgaben. Der Darm hält sich nicht für das Oberhaupt, das Herz stellt sich nicht über die anderen, und das Gehirn sieht sich nicht als König. Sie wissen (ohne zu denken, als unmittelbare Tatsache), dass sie ein ganzheitliches System bilden, und stellen ihre Ressourcen genau dem Organ zur Verfügung, das sie in diesem Moment benötigt.

Allem liegt das Dienen zugrunde, nicht die Hierarchie. Nicht Dienen im Sinne von „Selbstverleugnung“, sondern als Unterstützung für das Ganze – für einen Teil des Selbst, der sich in allem widerspiegelt.

Auf einer tieferen Ebene geht es um das Thema Liebe als „organisierende Energie“ und nicht darum, „Teile von sich selbst wegzugeben“. All dies wird in seiner Gesamtheit eben als ein Eins-Sein an einem einzigen Ort im Hier wahrgenommen. Es gibt nichts anderes, und deshalb gibt es nichts, was man irgendwohin abgeben müsste, und niemanden, dem man als einem „Anderen“ dienen könnte.

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Quellen

  • Сайт автора lee

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