Venezuela wirft den USA Umsturzversuch inmitten militärischer Aufrüstung in der Karibik vor
Bearbeitet von: Svetlana Velgush
Die Spannungen zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten haben sich am 1. September 2025 erheblich verschärft. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro beschuldigte die USA, durch eine verstärkte Militärpräsenz in der Karibik einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben. Er bezeichnete diese Präsenz als die größte Bedrohung für den Kontinent seit einem Jahrhundert und erklärte, Venezuela sei auf maximale Verteidigungsbereitschaft eingestellt und werde im Falle eines Angriffs in einen "bewaffneten Kampf und eine Republik in Waffen" übergehen.
Die US-Regierung gab an, dass ihre Marinepräsenz in der Region darauf abziele, lateinamerikanische Drogenkartelle zu bekämpfen, was mit der Politik der damaligen Trump-Regierung zur Eindämmung des Drogenhandels und der illegalen Migration übereinstimme. Experten äußerten jedoch Zweifel an der Wirksamkeit dieser Strategie, da der Großteil des Kokains über den Pazifik oder auf dem Luftweg und nicht über den Atlantik, wo die aktuelle Stationierung konzentriert ist, geschmuggelt wird. Die US-amerikanische "Krieg gegen Drogen"-Politik in Lateinamerika, die seit den 1970er Jahren mit erheblichen Kosten verbunden ist, hat sich als wenig effektiv erwiesen, um die Produktion oder den Handel mit illegalen Drogen nennenswert zu reduzieren.
Als Reaktion auf die erhöhte US-Militärpräsenz hat Venezuela Truppen an seine Grenzen verlegt und zur Rekrutierung von Milizen und Bürgern aufgerufen, um einer möglichen ausländischen militärischen Invasion entgegenzutreten. Zuvor, am 25. Juli 2025, hatte das US-Finanzministerium das "Cartel de los Soles" als internationale terroristische Organisation eingestuft und der venezolanischen Regierung vorgeworfen, das "Tren de Aragua" und das "Sinaloa-Kartell" bei ihren Operationen zu unterstützen. Bereits am 20. Februar 2025 waren sowohl das "Tren de Aragua" als auch das "Sinaloa-Kartell" vom US-Außenministerium zu ausländischen terroristischen Organisationen erklärt worden.
Die derzeitige Situation zwischen Venezuela und den Vereinigten Staaten ist komplex und von gegenseitigen Anschuldigungen sowie militärischen Stationierungen in der Region geprägt. Beide Länder vertreten feste Positionen bezüglich ihrer Handlungen und Ziele, was zu Unsicherheit über die Zukunft ihrer bilateralen Beziehungen führt. Die US-amerikanische Strategie, die auf die "totale Eliminierung" von Kartellen abzielt, wird durch die militärische Präsenz in der Karibik unterstrichen und heizt die Debatte über die Wirksamkeit und die geopolitischen Auswirkungen solcher Maßnahmen weiter an.
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Quellen
El Nacional
Venezuela's Maduro says US seeking regime change with naval build-up
Maduro advierte a Estados Unidos: “Si Venezuela resulta agredida, nos declararemos en lucha armada”
Cártel de los Soles
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