Amazon kündigt 14.000 Stellenstreichungen für 2025 an, um KI-Investitionen von über 100 Milliarden US-Dollar zu finanzieren

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Der globale Technologieriese Amazon leitet für das Jahr 2025 eine tiefgreifende Umstrukturierung seiner Unternehmenslandschaft ein, die den weltweiten Wandel hin zu fortschrittlichen Technologien widerspiegelt. Im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung hat das Unternehmen Pläne zur Streichung von rund 14.000 Vollzeitstellen weltweit bekannt gegeben. Dieser massive Stellenabbau dient der Freisetzung von Kapital, das für eine gigantische Investition in die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) vorgesehen ist. Die prognostizierten Ausgaben in diesen zukunftsweisenden Sektor sollen die Marke von 100 Milliarden US-Dollar innerhalb eines Jahres übersteigen. Durch diese energische Ressourcenverschiebung und Fokussierung auf Kernkompetenzen beabsichtigt Amazon, seine Position in der zukünftigen technologischen Arena nachhaltig zu festigen und sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu sichern. Dies markiert einen klaren Prioritätenwechsel weg von traditionellen Verwaltungsstrukturen hin zur Automatisierung und Innovation.

Beth Galetti, Amazons Senior Vice President für People Experience and Technology, erläuterte die Notwendigkeit dieser Personalmaßnahmen ausführlich. Sie betonte, dass die Anpassungen darauf abzielen, die Betriebsstruktur zu verschlanken und unnötige Bürokratie abzubauen, um die Effizienz zu steigern. Das oberste Ziel sei es, eine maximale Reaktionsgeschwindigkeit auf die sich ständig ändernden Bedürfnisse von Kunden und Geschäftspartnern zu gewährleisten. Diese Entscheidung steht im Einklang mit den bereits früher geäußerten Überlegungen von CEO Andy Jassy, der das Unternehmen seit 2021 leitet. Jassy hatte bereits einen strikten Kurs zur Kostenoptimierung eingeschlagen und wiederholt anerkannt, dass KI in der Lage sein wird, bestimmte bestehende Funktionen zu übernehmen, was eine Rationalisierung der Belegschaft erforderlich macht. Die umfangreichen Kürzungen werden verschiedene Unternehmensbereiche betreffen, darunter das Personalwesen, operative Tätigkeiten, die Entwicklung von Geräten und Diensten sowie die hochprofitable Sparte Amazon Web Services (AWS).

Nach Informationen aus internen Quellen könnte die Gesamtzahl der potenziellen Entlassungen, die in den kommenden Monaten anstehen, bis zu 30.000 Mitarbeiter erreichen. Dies würde die umfangreichste Entlassungswelle darstellen, die das Unternehmen seit dem letzten großen Rationalisierungszyklus Ende 2022 durchgeführt hat. Ende letzten Jahres beschäftigte Amazon insgesamt etwa 1,56 Millionen Menschen weltweit, wobei die Zahl der Angestellten in den Konzernzentralen und Büros bei rund 350.000 lag. Die nun angekündigten 14.000 Entlassungen machen somit etwa 4% der gesamten Büroangestellten aus. Die Unternehmensleitung versucht damit, die übermäßige Einstellungswelle zu korrigieren, die während der Hochphase der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Nachfrage stattfand, als viele Tech-Unternehmen ihre Kapazitäten massiv ausbauten.

Dieser strategische Schwenk hin zur Automatisierung und KI unterstreicht Amazons tiefe Überzeugung, dass generative KI die transformativste Technologie seit der Einführung des Internets darstellt. Analysten sehen in der verstärkten Automatisierung ein enormes Einsparpotenzial, das weit über die Personalkosten hinausgeht. Experten, wie beispielsweise von Wolfe Research, schätzen, dass der Verzicht auf die zusätzliche Einstellung von Mitarbeitern in den Logistikzentren dank fortschreitender Automatisierung jährlich über 2 Milliarden US-Dollar einsparen könnte. Diese Effizienzsteigerungen sind entscheidend für die zukünftige Profitabilität. Gleichzeitig betonte Tye Brady, der Cheftechnologe von Amazon Robotics, dass die neuen Technologien nicht als Ersatz, sondern in enger Zusammenarbeit mit den Menschen eingesetzt werden. Er sieht darin die Chance, neue und anspruchsvollere Betätigungsfelder für menschliche Arbeitskräfte zu eröffnen, anstatt sie vollständig zu ersetzen.

Die Reaktion des Finanzmarktes auf diese weitreichenden Ankündigungen war verhalten positiv. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe notierten die Aktien von Amazon (AMZN) bei 226,97 US-Dollar. Dies entsprach einem leichten Anstieg von 2,78 US-Dollar (0,01%) gegenüber dem vorherigen Schlusskurs, gemessen um 04:45:05 PDT am Dienstag, dem 28. Oktober. Die Investoren interpretierten diesen strategischen Manöver als notwendigen und entschlossenen Schritt zur Gewährleistung der langfristigen Stabilität des Unternehmens sowie zur Sicherung seiner Dominanz sowohl im Bereich des Cloud-Computing als auch bei fortschrittlichen KI-Lösungen. Die Rationalisierung der Belegschaft wird als Opfer betrachtet, das gebracht werden muss, um die Zukunftsinvestitionen zu sichern.

Quellen

  • Daily Mail Online

  • TipRanks

  • UpAlpha

  • RD World Online

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