Ford erweitert „Plug Charge“ auf IONNA-Netzwerk zur Vereinfachung des Ladevorgangs

Bearbeitet von: Tetiana Pin

Ford kündigt eine große Partnerschaft an, die den Amerikanern während der Feiertage das Reisen erleichtern wird.

Ford hat Ende November 2025 die Funktionalität seines „Plug & Charge“-Systems auf das landesweite IONNA-Ladenetzwerk in den Vereinigten Staaten ausgeweitet. Diese Integration, deren Rollout am 20. November 2025 begann, ermöglicht es Ford-Fahrern, den Ladevorgang sowie die anschließende Bezahlung zu automatisieren. Hierfür ist lediglich das Anschließen des Fahrzeugs an eine kompatible Station erforderlich, wodurch der Bedarf an separaten Anwendungen oder physischen Zahlungsmitteln entfällt.

Die Maßnahme ist Teil der umfassenderen Strategie von Ford, Reibungsverluste im Ökosystem der Elektromobilität zu minimieren, was laut CEO Jim Farley entscheidend für die Verbesserung des gesamten EV-Erlebnisses ist. Das IONNA-Netzwerk, das von acht globalen Automobilherstellern unterstützt wird, befindet sich in einer Expansionsphase. Aktuell sind mindestens 1.110 Schnellladestationen von IONNA entweder in Betrieb oder im Bau, mit dem Ziel, bis 2030 über 30.000 Ladepunkte im ganzen Land bereitzustellen. Die IONNA-Stationen, als „Rechargeries“ bezeichnet, sind mit 400-kW-Ladegeräten ausgestattet und bieten sowohl CCS1- als auch NACS-Anschlüsse für breite Kompatibilität.

Die Einführung von Plug & Charge auf dem IONNA-Netzwerk folgt auf die Integration in Fords eigenes „Ford Charge“-Netzwerk, das im August 2025 startete und bereits über 1.200 Schnelllader an mehr als 330 Ford-Händlerstandorten in den USA und Kanada umfasst. Die vollständige Integration aller Ford Charge-Standorte wird bis Anfang 2026 erwartet. Diese Erweiterungen bauen auf Fords bestehendem „BlueOval Charge Network“ auf, einem virtuellen Dienst, der den Zugang zu 21 verschiedenen Ladenetzwerken konsolidiert. Mit dieser Konsolidierung können Ford-Kunden über die FordPass-App oder die In-Vehicle-App auf über 34.000 Ladestationen zugreifen, die Plug & Charge unterstützen.

Die technologische Zuverlässigkeit dieser automatisierten Zahlungssysteme wird durch die gemeldete Erfolgsquote von über 99 % beim Plug & Charge-Vorgang über unterstützte Netzwerke wie Electrify America und Tesla Supercharger untermauert. Diese Entwicklung adressiert den Branchenwunsch nach einer Vereinfachung des Ladevorgangs, der oft als komplexer als das herkömmliche Tanken kritisiert wird. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere in abgelegeneren Regionen, wo die Verfügbarkeit von Lademöglichkeiten als eingeschränkt gilt.

Ford verfolgt parallel einen ganzheitlichen Ansatz zur Unterstützung des Lade-Ökosystems, einschließlich Partnerschaften mit Qmerit für Heimladestationen und EnergySage für Solarenergieangebote. Diese Bemühungen zur Infrastrukturverbesserung erfolgen, während CEO Jim Farley eine strategische Neuausrichtung vornimmt, um die Rentabilität der E-Sparte zu sichern. Dazu gehört die Konzentration auf erschwinglichere EV-Plattformen, wie die UEV für 30.000 US-Dollar, und die Beibehaltung der Prognose, die Model E-Sparte bis 2029 profitabel zu machen. Die nahtlose Ladefunktionalität, wie die Integration mit IONNA, ist ein zentraler Pfeiler in Fords Bemühungen, die Verbraucherakzeptanz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit im Jahr 2025 zu sichern.

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Quellen

  • Yahoo Autos

  • The EV Report

  • The Cool Down

  • electrive.com

  • Ford

  • F150 Lightning Forum

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