Samsung integriert Google Gemini in Bespoke AI-Kühlschränke zur Optimierung des Lebensmittelmanagements

Bearbeitet von: Olga Samsonova

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung plant auf der Consumer Electronics Show (CES) 2026 in Las Vegas die Präsentation einer wesentlichen Weiterentwicklung seiner Küchengeräte. Im Zentrum dieser Neuerung steht die Integration des Gemini KI-Chatbots von Google in die Bespoke AI Kühlschränke. Diese Premiere markiert die erste Anwendung von Gemini in bedeutenden Haushaltsgeräten und zielt darauf ab, die alltägliche Küchenführung durch erweiterte Funktionen zur Bestandsverfolgung und -verwaltung zu optimieren.

Die Enthüllung der neuen Produktlinie, welche neben den intelligenten Kühlschränken auch Mikrowellen und Herde umfasst, ist für die Messe vom 6. bis 9. Januar 2026 angesetzt. Die Kerninnovation betrifft die Aufwertung der „AI Vision Inside“-Funktionalität, die nun durch die multimodalen Fähigkeiten von Gemini gestärkt wird. Während frühere Generationen des Bespoke AI Kühlschranks etwa 37 frische Lebensmittelarten sowie bis zu 50 vorregistrierte verarbeitete Produkte identifizieren konnten, erweitert die Gemini-Integration die Erkennungsgrenzen signifikant.

Das System wird künftig in der Lage sein, eine weitaus größere Bandbreite an Nahrungsmitteln zu klassifizieren, einschließlich verarbeiteter Produkte ohne vorherige manuelle Registrierung. Es kann zudem Text auf kundenspezifischen Etiketten oder in eigenen Behältern erkennen. Diese Fähigkeit zur Verarbeitung von Kontext und Bildmaterial positioniert die Geräte als kontextbewusste Assistenten im Haushalt. Der neu konzipierte „AI Food Manager“ nutzt diese erweiterte Sichtbarkeit, um eine dynamische Bestandsliste zu führen, Nutzer proaktiv über bald ablaufende Artikel zu informieren und auf dieser Basis maßgeschneiderte Rezeptideen vorzuschlagen.

Dieser proaktive Ansatz im Bestandsmanagement trägt zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei, einem globalen Problem, das in den USA jährlich zu einer Verschwendung von rund 130 Milliarden Pfund Nahrungsmitteln führt. Durch die automatische Erstellung von Einkaufslisten, basierend auf dem tatsächlichen Verbrauch, wird zudem die Planung von Großeinkäufen optimiert. Über den Hauptkühlschrank hinaus erweitert Samsung diese intelligente Technologie auf spezialisierte Geräte, wie den neuen „AI Wine Cellar“.

Dieser Weinkeller setzt ebenfalls auf eine Kamera und Gemini, um beim Ein- und Auslagern von Flaschen deren Etiketten zu scannen und den genauen Lagerort innerhalb der spezialisierten Fächer zu protokollieren. Der „SmartThings AI Wine Manager“ ermöglicht es Nutzern anschließend, detaillierte Informationen zum Wein abzurufen und erhält Vorschläge für korrespondierende Speisen, wodurch das manuelle Durchsuchen der Sammlung entfällt. Die tiefe Partnerschaft zwischen Samsung und Google, die auf der Google Cloud basiert, signalisiert einen industriellen Trend, bei dem KI von mobilen Geräten in die fundamentalen Komponenten des Wohnumfelds übergeht.

Während die multimodale Verarbeitung komplexer Aufgaben wie Dialogführung und Planung in der Cloud stattfinden kann, erfolgt die schnelle Objekterkennung oft direkt auf dem Gerät selbst, was auf ein hybrides Design hindeutet. Diese Entwicklung stellt einen Paradigmenwechsel dar, bei dem Haushaltsgeräte zu adaptiven Knotenpunkten werden, die die Bedürfnisse der Bewohner antizipieren. Gleichzeitig rücken Fragen der Datensicherheit und des Datenschutzes in den Fokus, da Kameras nun Einblicke in die privaten Vorratsgewohnheiten der Haushalte liefern.

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Quellen

  • Blic

  • SamMobile

  • Droid Life

  • TechRadar

  • WebProNews

  • ZDNET

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