Generation Z verlagert Konsumfokus hin zu Wellness und bewusster Getränkeauswahl
Bearbeitet von: Olga Samsonova
Branchenanalysen deuten darauf hin, dass die Beteiligung der Generation Z am Alkoholkonsum zwar auf einem stabilen Niveau verharrt, die tatsächliche Inanspruchnahme jedoch deutlich zielgerichteter erfolgt. Dieser Wandel wird durch ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein und den Wunsch nach mentaler Klarheit angetrieben, was sich in einer Verschiebung der Prioritäten niederschlägt. Während ältere Kohorten, wie die Babyboomer, traditionell höhere Konsumraten aufweisen, zeigt die Gen Z eine bemerkenswerte Tendenz zur Mäßigung und bewussten Auswahl von Inhalten, die ihren Lebensstil unterstützen.
Ein signifikantes soziales Phänomen ist die Präferenz für den sogenannten „Daycap“, ein Getränk, das früher am Tag konsumiert wird, anstelle des klassischen „Nightcaps“. Diese Verlagerung korreliert direkt mit der Priorisierung von Tagesaktivitäten wie ausgedehnten Brunches, was eine Anpassung der sozialen Trinkrituale darstellt. Diese Entwicklung führt zu einer klaren Bevorzugung von Getränken mit geringerem Alkoholgehalt und leichten Spritzgetränken gegenüber hochprozentigen oder volumenreichen Optionen. Die Konsumenten der Generation Z demonstrieren eine ausgeprägte Selektivität, die das Volumen des Konsums in den Hintergrund rückt. Anstatt sich breit aufzustellen, entscheiden sie sich für höherwertige Erzeugnisse und reduzieren die Anzahl der konsumierten Getränkekategorien pro Anlass.
Dieser Ansatz spiegelt sich auch in der Wahrnehmung von Alkohol wider, wobei viele junge Erwachsene die Substanz als potenzielles Gesundheitsrisiko für Leber, Schlaf oder die psychische Verfassung einstufen. Als direkte Reaktion auf diese veränderten Präferenzen sind Mocktails und alkoholfreie Alternativen zu unverzichtbaren Bestandteilen moderner Speisekarten geworden. Dieser Trend ist nicht nur auf den Wunsch nach sozialer Teilhabe ohne Beeinträchtigung zurückzuführen, sondern auch auf das Streben nach einer Balance zwischen sozialem Leben und persönlicher Gesundheit. In den USA gaben laut einem Bericht von Keurig Dr Pepper im Juli 2025 mehr als 60 Prozent der Gen Z an, alkoholfreie Optionen bei Treffen mit Freunden zu bevorzugen, was die höchste Rate aller Generationen darstellt.
Die Abkehr von traditionellen Alkoholsorten ist auch statistisch belegbar: Während der Pro-Kopf-Konsum von Bier in Deutschland bei der Gen Z im Vergleich zu Millennials um 9 Prozent sank, ist der Konsum von Wein ebenfalls merklich rückläufig, wobei nur 18 Prozent der befragten 18- bis 28-Jährigen regelmäßig Wein trinken. Gleichzeitig erleben alkoholfreie Produkte einen Aufschwung; beispielsweise stieg der Absatz von alkoholfreiem oder alkoholarmem Bier seit 2016 um 30 Prozent, was die Innovationskraft der Branche unterstreicht. Zusätzlich zu den Wellness-Zielen spielen auch ökonomische Faktoren eine Rolle, da die Gen Z in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit aufgewachsen ist und daher oft bewusst auf Alkohol verzichtet, um finanzielle Mittel zu schonen oder Kater zu vermeiden.
Fast drei Viertel der Gen Z-Konsumenten wählen Getränke aufgrund ihrer funktionellen Vorteile wie Darmgesundheit oder Energie, anstatt der Intoxikation wegen. Diese bewusste Entscheidungsfindung, die durch eine höhere Selbstwahrnehmung und den Wunsch nach einem „polierten Image“ in sozialen Medien verstärkt wird, positioniert die Gen Z als eine Generation, die ihren Konsum früher reflektiert als ihre Vorgänger.
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Quellen
Fox News
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Six key drivers shaping beverage alcohol in 2026 and beyond - IWSR
Industry Report Finds Big Shift in Gen Z Drinking Habits - Inc. Magazine
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