Die indonesische Regierung, vertreten durch das Ministerium für Umwelt und Forstwirtschaft, forciert ihre Strategien zum Schutz des kritisch gefährdeten Mahakam-Flussdelfins, der lokal als "pesut" bekannt ist. Diese verstärkten Bemühungen unterstreichen die tiefe Verantwortung für die Bewahrung der natürlichen Ordnung, die sich in der Vitalität der heimischen Gewässer widerspiegeln soll.
Eine kürzlich durchgeführte Zählung im Oktober 2025 ergab eine Population von 64 Exemplaren, darunter zwei Neugeborene, was auf eine leichte Erholung der Zahlen hindeutet. Um die Hauptgefahren für diese endemische Art in Ost-Kalimantan, Borneo, einzudämmen, arbeitet das Umweltministerium eng mit dem Ministerium für Maritime Angelegenheiten und Fischerei zusammen. Ein zentraler Fokus liegt auf der Unterbindung des Kohletransports durch die lebenswichtigen Nebenflüsse des Mahakam, welche die Hauptlebensräume der Delfine durchziehen.
Die Bedrohungen für den "pesut" sind vielfältig und umfassen das Verfangen in Fischereigeräten, Kollisionen mit Lastkähnen, Umweltverschmutzung sowie illegale Fangmethoden wie das Elektrofischen. Die Konservierungsstrategien beinhalten die Ernennung lokaler Fachleute und Gemeindemitglieder zu Schutzhelfern sowie die detaillierte Kartierung der spezifischen Gefahrenzonen innerhalb des Habitats.
Die Mahakam-Flussdelfine gehören zu den nur noch fünf weltweit existierenden Flussdelfinarten, die alle von der IUCN als stark gefährdet oder kritisch gefährdet eingestuft werden. Diese Situation ist Teil einer globalen Herausforderung, da alle Flussdelfinarten weltweit vom Aussterben bedroht sind. Experten betonen, dass Flussdelfine ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der Flüsse sind.
Zusätzlich zu den nationalen Anstrengungen reiht sich Indonesien in eine globale Bewegung ein: Im Oktober 2023 unterzeichneten elf asiatische und südamerikanische Länder eine globale Erklärung, um den Rückgang der Flussdelfinpopulationen zu stoppen und die asiatischen Bestände zu verdoppeln. Diese Allianz, die auch den WWF einschließt, zielt darauf ab, die Lebensräume dieser Säugetiere besser zu vernetzen. Die Notwendigkeit dieser umfassenden Maßnahmen wird durch die Empfindlichkeit der Tiere gegenüber Umweltveränderungen unterstrichen, was die Bemühungen in Indonesien in einen größeren Kontext der Wiederherstellung aquatischer Ökosysteme stellt.
