UNESCO-Anerkennung und Akademisierung sichern Mariachi-Kulturerbe

Bearbeitet von: Vera Mo

Der Mariachi, ein musikalisches Genre, das tief in der mexikanischen Identität verwurzelt ist, wird weltweit gefeiert. Die internationale Anerkennung dieses kulturellen Erbes erfolgte am 27. November 2011 in Bali, Indonesien, als die UNESCO den Mariachi offiziell in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufnahm. Diese Ehrung würdigt drei fundamentale Pfeiler: die intergenerationelle Weitergabe, oft durch reines Hören, seine unverzichtbare Rolle bei der Stärkung des Gemeinschaftsgefühls bei gesellschaftlichen Anlässen sowie die sprachliche Diversität, die Gesänge in indigenen Sprachen wie Nahuatl und Purépecha integriert. Der Internationale Mariachi-Tag wird jährlich am 21. Januar begangen, um dieses lebendige Erbe zu würdigen.

Die Ursprünge des Mariachi sind ländlich und verorten sich im westlichen Mexiko, wobei die Gemeinde Cocula im Bundesstaat Jalisco weithin als die globale Wiege dieser Musikrichtung gilt. Historische Darstellungen deuten darauf hin, dass Vorläufer der Mariachi bereits in der vorkolumbianischen Ära existierten, wobei frühe Formationen nach der Eroberung zur Verbreitung des Christentums durch Musik genutzt wurden. Eine entscheidende klangliche Transformation erfuhr das Genre in den 1930er Jahren durch die Einführung der Trompeten, ein Prozess, der maßgeblich durch die aufkommende Macht von Kino und Radio vorangetrieben wurde und den heute weltweit bekannten Klang festigte.

Um dieses reiche Erbe nachhaltig zu sichern, vollzieht sich eine akademische Formalisierung, die parallel zur traditionellen mündlichen Überlieferung existiert. Die Escuela de Mariachi Ollin Yoliztli in der Plaza Garibaldi von Mexiko-Stadt stellt ein zentrales Bildungsinstitut dar, da sie als erste Einrichtung einen professionellen technischen Abschluss in der musikalischen Darbietung des Mariachi verliehen hat. Darüber hinaus wird Jalisco, die Geburtsstätte des Genres, im Jahr 2026 einen bedeutenden Schritt gehen und als erster Bundesstaat Mexikos einen vollständigen Bachelor-Abschluss in Mexikanischer Regionalmusik, spezifisch im Fach Mariachi, anbieten, um die kulturelle Verankerung zu festigen.

Das Repertoire des Mariachi ist breit gefächert und reicht von traditionellen Stilen wie Jarabes, Sones und Polkas bis hin zu Walzern, Serenaden und Corridos. Komponisten wie José Pablo Moncayo, dessen Werk Huapango die Rhythmen des Mariachi in den symphonischen Kontext hob, zeugen von der künstlerischen Tiefe des Genres. Die globale Präsenz des Mariachi ist signifikant, mit aktiven Ensembles, die nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in europäischen Ländern wie Frankreich und in Japan dokumentiert sind, wo die Musik mit Genres wie Jazz und Pop fusioniert. Diese globale und akademische Expansion unterstreicht die anhaltende Vitalität des Mariachi als einem kulturellen Anker Mexikos.

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Quellen

  • Excélsior

  • Día Internacional del Mariachi

  • IMER Noticias

  • Radio 3 Cadena Patagonia

  • Houston Mariachi Festival - Celebrating Hispanic Culture and Arts

  • Efemérides 21 de enero, Día Internacional del Mariachi - Informativo Ágora

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