Der Mythos vom „Erleuchtungsknopf“: Warum Meister Ihnen die Arbeit nicht abnehmen können

Autor: lee author

Der Mythos vom „Erleuchtungsknopf“: Warum Meister Ihnen die Arbeit nicht abnehmen können-1
Herz

Kann man durch die Anweisungen eines Meisters Erleuchtung erlangen?

❓FRAGE:

Was ist Erleuchtung eigentlich? Existiert sie wirklich? Ich habe gehört, dass es eine Reihe von Anweisungen des Meisters (der Quelle, Gottes) gibt, durch deren Befolgung man erleuchtet wird. Und dass die Rolle eines Wegweisers eine Art Gott-Spielen sei. Mich würde interessieren, was Sie darüber denken.

❗️ANTWORT von lee:

Wir haben das Thema Erleuchtung schon oft behandelt. Aber es ist das erste Mal, dass mir die Vorstellung begegnet, man müsse fremde Anweisungen befolgen, um erleuchtet zu werden. Auf eine so abstruse Weise haben wir uns bisher noch nie am Kopf gekratzt 😊

Das riecht nach Dzogchen, wo man sich anfangs zwar auf die „Traditionen Buddhas“ beruft, dann aber im Prozess plötzlich feststellt, dass Buddha angeblich alles falsch erklärt habe und die Erleuchtung allein durch den Willen des Meisters verliehen werde. Natürlich erfolgt diese Verleihung ausschließlich über diesen „Dzogchen-Meister“, oder wie auch immer sie sich nennen mögen, mittels einer Art Energieübertragung… Wer weiß schon, was sie da wirklich übertragen, denn Erleuchtete sucht man dort meist mit der Lupe, während sich zu Füßen der „Meister“ in der Regel Scharen von Suchenden drängen, die auf diese Übertragung hoffen.

Erleuchtung ist Ihre Beziehung zu sich Selbst. Und zu niemandem sonst.

Rein technisch gesehen entfernen Sie den Filter des Egos und betrachten die Ereignisse mit den Augen Ihres Selbst (der Quelle) – das ist direktes Gewahrsein. Dies entspricht dem Herz-Schaltkreis für die 3D-Welt, in der sich das Ego in einem frühen Stadium der Formgebung befindet. Erleuchtung ist keine Auszeichnung für Verdienste, sondern der evolutionäre Abschluss der Ich-Bildung. Sobald es vollständig ausgeformt ist, besteht die nächste Entwicklungsstufe in der Einheit mit der Welt. Das bedeutet, dass das Ego nicht länger die Grenze zum Außen darstellt; die Welt wird eins mit der Persönlichkeit, ohne dass diese dabei zerstört wird.

In diesem Zustand wird die Herzfrequenz dominant (direktes Gewahrsein), während der Verstand lediglich seine Aufgabe erfüllt – die Orientierung und Navigation in der physischen Welt.

Danach setzt sich dieser Prozess durch die Ausweitung der Wahrnehmung von „Ich – Wir – Eins“ fort. Es handelt sich also um einen Zustand des Wachstums und nicht um ein festes Dogma. Dabei sinkt die Bedeutung des Verstandes allmählich von der Ebene des „Bestimmers“ auf die eines bloßen Werkzeugs herab, wobei der Verstand selbst „präziser“ wird, da sich die Konzentration auf das Jetzt ständig verbessert.

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Quellen

  • Сайт Автора lee

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