Strategische Neuausrichtung: USA und Venezuela besiegeln weitreichende Kooperation in Energie- und Gesundheitssektoren

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Im Februar 2026 markierten die Vereinigten Staaten und Venezuela den offiziellen Beginn einer neuen diplomatischen Ära, die von einer engen Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheitswesen und Energie geprägt ist. Dieser fundamentale Wandel folgt auf die Absetzung von Nicolás Maduro am 3. Januar 2026 und signalisiert eine tiefgreifende Neugestaltung der bilateralen Beziehungen. Der Prozess der Annäherung wurde am 13. Februar 2026 durch das Eintreffen einer ersten bedeutenden Lieferung humanitärer Hilfsgüter sowie durch die Intensivierung von Gesprächen über strategische wirtschaftliche Kernfragen eingeleitet.

Die politische Führung unter Interimspräsidentin Delcy Rodríguez, die nach dem Machtwechsel die Regierungsgeschäfte übernahm, hat in enger Abstimmung mit der Administration von US-Präsident Donald Trump zügig neue Kommunikationskanäle auf Basis gegenseitigen Respekts etabliert. Zuvor hatte Rodríguez die „Entsperrung“ venezolanischer Ressourcen angekündigt, um den Erwerb moderner medizinischer Ausrüstung in den USA und weiteren internationalen Partnerstaaten zu ermöglichen. Ein diplomatischer Meilenstein war die Ankunft von sechs Tonnen medizinischer Versorgungsgüter am 13. Februar 2026 auf dem Internationalen Flughafen Simón Bolívar in La Guaira. Die US-Botschafterin Laura Dogu, die am 1. Februar 2026 in Caracas eintraf, um die diplomatische Mission wieder zu eröffnen, hob hervor, dass diese Lieferung lediglich der erste Schritt zur nachhaltigen Stärkung des nationalen Gesundheitssystems sei.

Die US-Administration stellte dabei unmissverständlich klar, dass diese Unterstützung nicht als reine Wohltätigkeit zu betrachten ist. Im Einklang mit der „America First“-Politik stimmten die venezolanischen Behörden einer Kostenerstattung zu, was gleichzeitig Anreize für private Investitionen schafft und die angestrebte wirtschaftliche Selbstgenügsamkeit fördert. Parallel zur humanitären Hilfe rückte der Energiesektor als zentraler Pfeiler in den Fokus der Beziehungen. Vom 11. bis zum 13. Februar 2026 besuchte der US-Energieminister Chris Wright das Land. Damit ist er der ranghöchste amerikanische Regierungsvertreter, der Venezuela seit fast drei Jahrzehnten besucht hat. Wright traf sich mit Interimspräsidentin Rodríguez im Miraflores-Palast, um eine langfristige „Energieagenda“ zu bekräftigen, die als Hauptantriebskraft der künftigen Zusammenarbeit definiert wurde.

Der Besuch von Minister Wright folgte unmittelbar auf eine wegweisende Entscheidung des venezolanischen Parlaments: Am 29. Januar 2026 wurde ein Gesetz verabschiedet, das den Energiesektor für private Investitionen öffnet und damit mit einer über zwanzig Jahre währenden wirtschaftspolitischen Doktrin bricht. Diese Reformen gestatten privaten Unternehmen nun die direkte Beteiligung an der Exploration und Förderung von Rohstoffen. Als Reaktion darauf erließ das US-Finanzministerium am 10. Februar 2026 die Generallizenz Nr. 48. Diese erlaubt die Bereitstellung bestimmter Güter, Technologien und Dienstleistungen für die Öl- und Gasindustrie, untersagt jedoch vorerst die Gründung neuer Joint Ventures. Die Lizenz unterliegt strengen Auflagen: Verträge müssen dem US-Recht entsprechen, Rechtsstreitigkeiten sind auf US-Territorium beizulegen, und es gelten strikte Ausschlusskriterien für Personen oder Unternehmen mit Verbindungen zu Russland, China, dem Iran, Nordkorea oder Kuba.

Die diplomatischen Bemühungen und die Ankündigungen von Minister Wright bezüglich einer „signifikanten Steigerung“ der Ölproduktion unterstreichen das strategische Interesse Washingtons an der Restrukturierung des venezolanischen Energiesektors. Schätzungen zufolge sind allein 52 Milliarden US-Dollar notwendig, um das aktuelle Produktionsniveau bis zum Jahr 2040 zu sichern. Die Trump-Administration verfolgt jedoch das Ziel, Investitionen in Höhe von insgesamt 100 Milliarden US-Dollar in den Sektor zu lenken. Botschafterin Laura Dogu, die zuvor diplomatische Vertretungen in Honduras und Nicaragua leitete, koordiniert die Präsenz vor Ort im Rahmen eines Drei-Stufen-Plans, der die Phasen Stabilisierung, Wiederaufbau und demokratischer Übergang umfasst. Diese Kooperation signalisiert eine historische Verschiebung im geopolitischen Gefüge der Region, die durch die politische Transformation in Caracas zu Beginn des Jahres 2026 ermöglicht wurde.

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Quellen

  • R7 Notícias

  • Departamento de Estado (Referência a envio de suprimentos médicos)

  • CNN Brasil (Referência à visita de Chris Wright)

  • InfoMoney (Referência à declaração de Trump sobre a relação)

  • VEJA (Referência à captura de Maduro em 3 de janeiro)

  • G1 (Referência a declarações recentes de Trump e Rodríguez)

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