Somalia übernimmt im Januar 2026 die rotierende Präsidentschaft des UN-Sicherheitsrates
Bearbeitet von: gaya ❤️ one
Die Bundesrepublik Somalia hat am 1. Januar 2026 die rotierende Präsidentschaft des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UNSC) für den Monat Januar angetreten. Diese Übernahme, die sich nach dem Alphabet der englischen Mitgliedsnamen richtet, markiert einen bedeutenden Schritt in der diplomatischen Wiederbelebung Somalias und signalisiert ein gestiegenes internationales Vertrauen in die institutionellen Kapazitäten des Landes.
Als Vorsitzender leitet Somalia die gesamte Arbeit des Sicherheitsrates für diesen Monat. Dies umfasst den Vorsitz bei allen öffentlichen und privaten Sitzungen sowie die Steuerung zentraler Diskussionen unter den fünfzehn Mitgliedstaaten. Der somalische Vertreter ist verantwortlich für die Festlegung des Arbeitsprogramms, die Lenkung von Verhandlungen über Resolutionen und die Herausgabe von Präsidentschaftserklärungen im Namen des Rates. Diese Funktion rotiert monatlich seit der Gründung des Rates im Jahr 1946 und ermöglicht es jedem der zehn nichtständigen Mitglieder während seiner zweijährigen Amtszeit (2025–2026 für Somalia), wichtige Themen hervorzuheben.
Ambassador Abukar Dahir Osman, Somalias Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, präsentierte das Arbeitsprogramm in New York. Er bezeichnete die Übernahme der Präsidentschaft nach 54 Jahren – die erste seit 1971–1972 – als einen „bedeutenden historischen Meilenstein“. Osman betonte, dass diese Rolle Somalias Engagement für die Stärkung des Multilateralismus symbolisiere und das Land sich im vergangenen Jahr als „Stimme der Vernunft, Brückenbauer und prinzipientreuer Verfechter“ des Völkerrechts positioniert habe. Die Präsidentschaft wird voraussichtlich am Ende des Monats an das Vereinigte Königreich übergehen.
Das Programm für Januar 2026 sieht mehrere hochrangige Debatten vor, die Somalias Prioritäten widerspiegeln. Ein „Signature Event“ ist für den 26. Januar angesetzt: eine offene Debatte mit dem Titel „Bestätigung der internationalen Rechtsstaatlichkeit: Wege zur Wiederbelebung von Frieden, Gerechtigkeit und Multilateralismus“ unter dem Tagesordnungspunkt zur Förderung der Rechtsstaatlichkeit. Diese Sitzung wird voraussichtlich vom somalischen Präsidenten Hassan Sheikh Mohamud geleitet. Des Weiteren ist für den 28. Januar eine vierteljährliche hochrangige offene Debatte über die „Lage im Nahen Osten, einschließlich der Palästina-Frage“ (MEPQ) auf Ministerebene geplant, die ebenfalls vom somalischen Außenminister Abdisalam Abdi Ali oder dem Präsidenten geführt werden soll.
Die Agenda umfasst zudem die Erneuerung des Mandats der UN-Mission zur Unterstützung des Hodeidah-Abkommens (UNMHA) und die Berichterstattung über Houthi-Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer, initiiert durch die Resolution 2722 vom Januar 2024. Weitere Beratungen betreffen Syrien, einschließlich der chemischen Waffen, sowie die halbjährliche Sitzung des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) zu Darfur-Aktivitäten am 19. Januar. Ebenfalls auf der Agenda steht die Mandatsverlängerung des UN-Büros für Westafrika und den Sahel (UNOWAS), das am 31. Januar ausläuft.
Diplomaten werten diese Übernahme als klaren Beleg dafür, dass Somalia sich vollständig als aktiver und einflussreicher Partner in das internationale System re-integriert hat. Dies stellt einen Wandel von einem Objekt internationaler Interventionen hin zu einem Gestalter globaler Sicherheitsarchitekturen dar. Diese Rolle bietet der Bundesregierung eine Plattform, um afrikanische Sicherheitsprioritäten, die Bekämpfung des Terrorismus und die maritime Sicherheit auf die globale Agenda zu setzen, was die Bemühungen um den Staatsaufbau unterstreicht.
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Quellen
Báo Lào Cai điện tử
Hiiraan Online
Garowe Online
Qatar News Agency (QNA)
Hiiraanweyn
The Eastleigh Voice
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