Selenskyj bestätigt Energie-Waffenruhe mit Russland nach Vermittlung durch USA

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Foto von V. Zelensky - Presseamt des Präsidenten der Ukraine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Donnerstag, dem 29. Januar 2026, die Vereinbarung einer befristeten „Energie-Waffenruhe“ mit der Russischen Föderation während der extremen Winterkälte offiziell bestätigt. Diese Entwicklung folgte auf diplomatische Konsultationen, die am 23. und 24. Januar 2026 in Abu Dhabi stattfanden, wo die Verhandlungsteams zusammentrafen. Präsident Selenskyj dankte dem US-Präsidenten Donald Trump für die Vermittlungsarbeit, die zu dieser Einigung geführt habe, welche die Sicherheit der ukrainischen Metropolen vor russischen Angriffen während der Frostperiode gewährleisten soll.

Die anhaltenden Angriffe auf die Energieinfrastruktur hatten zuvor eine signifikante Energiekrise ausgelöst. Laut Selenskyj konnte das beschädigte System im Winter 2025/2026 lediglich 60 Prozent des Strombedarfs decken, mit einer Erzeugungskapazität von 11 Gigawatt gegenüber einem Bedarf von 18 Gigawatt. Die Wirksamkeit dieser stillschweigenden Übereinkunft wird jedoch genau beobachtet, da Selenskyj betonte, dass die „tatsächliche Situation in den kommenden Tagen zeigen wird, ob die Pause bei den Angriffen eingehalten wird“. Diese vorsichtige Haltung reflektiert die inhärente Skepsis, insbesondere nachdem ein ähnlicher Vorschlag Selenskyjs im Dezember 2025 von Moskau abgelehnt worden war.

Zuvor hatte US-Präsident Trump persönlich bei dem russischen Präsidenten Wladimir Putin interveniert und um eine einwöchige Einstellung der Angriffe auf ukrainische Städte aufgrund der extremen Kälte ersucht, woraufhin Putin angeblich zugestimmt hatte. Im Rahmen der trilateralen Gespräche in Abu Dhabi hatte Washington zudem die Idee einer Energiepause sowie einer möglichen Einstellung ukrainischer Angriffe auf russische Marineeinheiten eingebracht. Die EU hatte im Kontext der Krise ihre Energienothilfe aufgestockt, unter anderem durch die Lieferung von 447 Stromerzeugern im Wert von 3,7 Millionen Euro, um kritische Dienste aufrechtzuerhalten.

Die Kälte selbst stellt eine erhebliche operative Herausforderung dar; Temperaturen im Süden wurden mit bis zu -30°C erwartet, während in der Zentral- und Ostukraine die Tagestemperaturen auf minus acht bis zehn Grad Celsius fielen, was die Manöver behindert. Die gezielten Angriffe auf die Energieversorgung haben weitreichende zivile Folgen: Das Wasser in den Fernwärmesystemen kann bei unterbrochener Zirkulation schnell gefrieren und Rohre dauerhaft beschädigen. Allein in Kiew hatten mindestens 600.000 Einwohner die Stadt verlassen, und etwa 15 Prozent der Wohngebäude waren weiterhin ohne Zentralheizung, wie Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete.

Die deutsche Bundesregierung unterstützte die Ukraine am selben Tag, dem 29. Januar 2026, mit der Übergabe von zwei mobilen Blockheizkraftwerken in Kiew, die rund 86.000 Menschen sowie zahlreiche soziale Einrichtungen mit Wärme und Strom versorgen sollen. Der Kreml lehnte eine Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen ab. Die EU plant unterdessen ein Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer nach Kriegsende.

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Quellen

  • Deutsche Welle

  • Русская служба The Moscow Times

  • телеканал «Красная Линия»

  • FONTANKA

  • Zakon.kz

  • Газета

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