Abschluss der 20-Punkte-Friedensvereinbarung: Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Trump in Mar-a-Lago

Bearbeitet von: Tatyana Hurynovich

Am Sonntag, dem 28. Dezember 2025, fand in der privaten Residenz von Donald Trump, Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida, ein hochrangiges Treffen statt. Im Zentrum der Gespräche standen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der ehemalige US-Präsident Donald Trump. Das Hauptanliegen dieser Zusammenkunft war die Finalisierung eines Friedensabkommens, das den seit 2022 andauernden umfassenden Krieg Russlands beenden soll. Berichten zufolge war das vorgeschlagene Abkommen bereits zu 90 Prozent ausgearbeitet. Die diplomatischen Bemühungen konzentrierten sich darauf, die Kernpunkte des 20-Punkte-Friedensplans, der von den Verhandlungsteams der USA und der Ukraine erarbeitet wurde, endgültig festzulegen.

Ein wesentlicher Diskussionspunkt in Florida betraf die Sicherheitsgarantien für die Ukraine. Es wurde erörtert, umfassende Zusicherungen sowohl von den Vereinigten Staaten als auch von europäischen Staaten zu erhalten. Diese Garantien könnten, so verlautete es, Mechanismen ähneln, wie sie innerhalb der NATO existieren. Präsident Trump bekräftigte seine Absicht, eine „starke Vereinbarung“ zur Sicherheit zu unterzeichnen. Gleichwohl blieben die territorialen Fragen, insbesondere jene, die die Region Donbass betreffen, ein ernstes Spannungsfeld.

Präsident Selenskyj brachte seitens der Ukraine einen Gegenvorschlag ein, um die festgefahrenen Verhandlungen voranzubringen. Dieser sah die Einrichtung einer entmilitarisierten Zone in den umstrittenen Gebieten vor, allerdings nur unter der Bedingung, dass Russland eine Waffenruhe von 60 bis 90 Tagen einhält. Diese Forderung unterstreicht die Komplexität der noch offenen Punkte, die den Kern des Konflikts bilden.

Im Vorfeld des Gipfels in Florida hatte Präsident Selenskyj intensive Konsultationen mit internationalen Partnern geführt. Ein wichtiger Schritt war die Ankündigung des kanadischen Premierministers Mark Carney am 27. Dezember 2025 in Halifax. Kanada stellte zusätzliche Wirtschaftshilfen in Höhe von 2,5 Milliarden kanadischen Dollar bereit, was umgerechnet etwa 1,83 Milliarden US-Dollar entspricht. Diese Mittel sollen Kiew dabei unterstützen, eine Tranche des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten und die makrofinanzielle Stabilität des Landes zu sichern.

Präsident Trump berichtete zudem von einem „guten und äußerst produktiven“ Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. In diesem Gespräch habe er eindringlich zur Unterzeichnung eines Abkommens aufgerufen und betont, dass zu viele Menschenleben verloren gingen. Die Zusammensetzung der Delegationen signalisierte die Ernsthaftigkeit der Absichten. Auf ukrainischer Seite nahmen neben Präsident Selenskyj auch der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umerow, sowie der Erste stellvertretende Außenminister Serhij Kyslyzja teil. Die amerikanische Delegation umfasste unter anderem den Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner.

Trump stellte klar, dass der Ausgang der Verhandlungen binär sei: Entweder man erzielt schnell eine Einigung, oder es droht ein langwieriger Krieg mit steigenden Opferzahlen. Er äußerte jedoch Zuversicht, dass beide Seiten ein echtes Interesse an Frieden hätten. Neben den Sicherheitsgarantien und den territorialen Fragen umfasste der 20-Punkte-Plan auch die Diskussion über den nuklearfreien Status der Ukraine, ihren Weg in die Europäische Union sowie die Einrichtung von Investitionsfonds in Höhe von rund 800 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau nach dem Krieg. Der Erfolg oder Misserfolg dieser entscheidenden Verhandlungen am 28. Dezember 2025 hat unmittelbare Konsequenzen für die regionale Sicherheit und die gesamte internationale Ordnung.

8 Ansichten

Quellen

  • Bild

  • The Guardian

  • CBS News

  • OPB

  • Anadolu Ajansı

  • The White House

Haben Sie einen Fehler oder eine Ungenauigkeit festgestellt?

Wir werden Ihre Kommentare so schnell wie möglich berücksichtigen.