Meta sichert sich den KI-Startup Manus aus Singapur für über 2 Milliarden Dollar – Fokus auf autonome KI

Bearbeitet von: Irina Davgaleva

Meta hat gerade das KI-Startup Manus für mehr als $2BN übernommen.

Der US-amerikanische Technologiekonzern Meta hat die Übernahme des in Singapur ansässigen KI-Startups Manus offiziell abgeschlossen. Die Transaktion beläuft sich auf eine Summe von über 2 Milliarden US-Dollar. Diese Akquisition zählt zu den bedeutendsten im Bereich der Künstlichen Intelligenz im Jahr 2025 und wird von Branchenanalysten als strategische Reaktion von Meta im Kontext des intensivierten technologischen Wettbewerbs zwischen den Vereinigten Staaten und China gewertet.

Manus erlangte große Bekanntheit, nachdem das Unternehmen im März 2025 seinen eigenen Generative AI Agent, einen KI-Agenten der nächsten Generation, vorgestellt hatte. Diese innovative Systemarchitektur ist darauf ausgelegt, Aufgaben autonom zu planen, auszuführen und vollständige Arbeitsergebnisse mit minimaler menschlicher Intervention zu liefern. Im Gegensatz zu den gängigen generativen Chatbots ist die Technologie von Manus primär handlungsorientiert. Der Agent kann eigenständig Reisepläne erstellen, Börsenanalysen durchführen, Softwarecode verfassen und umfassende Marktforschungsstudien bearbeiten.

Gemäß den von den beteiligten Parteien veröffentlichten Informationen wird Manus vorerst als eigenständiges Unternehmen von seinem Hauptsitz in Singapur aus operieren und weiterhin seine Abonnementdienste vertreiben. Zum Stand Anfang Dezember 2025 verzeichnete der Startup einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von über 100 Millionen US-Dollar. Dies signalisiert eine beachtliche kommerzielle Reife der Technologie zum Zeitpunkt der Übernahme.

Meta äußerte sich, dass die Integration der Manus-Technologien es ermöglichen werde, „einen der führenden autonomen General Purpose Agents“ Milliarden von Nutzern über das gesamte Produktökosystem des Konzerns zugänglich zu machen, einschließlich Meta AI und der Geschäftslösungen. Meta-CEO Mark Zuckerberg hatte zuvor mehrfach betont, dass autonome KI-Agenten die nächste Entwicklungsstufe der künstlichen Intelligenz darstellen, unmittelbar nach den derzeit dominierenden generativen Modellen.

Xiao Hong, Gründer und CEO von Manus, bezeichnete die Vereinbarung als einen „Schritt hin zu einer robusteren und skalierbareren Basis“ für die KI-Entwicklung. Er betonte, dass diese Technologie „nicht nur spricht, sondern handelt, kreiert und messbare Resultate liefert“. Die Partnerschaft mit Meta werde die globale Implementierung dieser Technologie maßgeblich beschleunigen, so Hong.

Ein besonderes Augenmerk wurde in der offiziellen Mitteilung auf die geopolitische Dimension der Transaktion gelegt. Meta bestätigte, dass Manus nach Abschluss der Übernahme keine chinesische Eigentümerschaft oder operative Tätigkeiten in der Volksrepublik China unterhalten wird. Bereits im Jahr 2025 hatte das Unternehmen seinen Hauptsitz von China nach Singapur verlegt, was seinerzeit als Maßnahme zur Reduzierung regulatorischer und politischer Risiken interpretiert wurde.

Branchenexperten sehen den Kauf von Manus als integralen Bestandteil der aggressiven Strategie von Meta, seine KI-Fähigkeiten massiv auszubauen. Im Verlauf des Jahres 2025 hatte das Unternehmen seine Investitionen in die Recheninfrastruktur signifikant erhöht und mehrere größere Akquisitionen im KI-Sektor getätigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Analysten heben hervor, dass der Transaktionswert die steigende Bedeutung funktionaler KI-Systeme widerspiegelt, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben autonom zu bewältigen, anstatt lediglich Text oder Bilder zu generieren. Angesichts des globalen Wettlaufs um die technologische Vorherrschaft gelten autonome KI-Agenten als ein Schlüsselbaustein der zukünftigen digitalen Wirtschaft.

Die Übernahme von Manus durch Meta verdeutlicht, dass der Kampf um die Führungsposition im Bereich der künstlichen Intelligenz zunehmend über reine Forschung hinausgeht und in eine Phase umfangreicher strategischer Zukäufe mit weitreichenden ökonomischen und geopolitischen Implikationen eintritt.

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Quellen

  • Al Jazeera Online

  • Caixin Global

  • Anadolu Ajansı

  • Techzine Global

  • Mothership.SG

  • The Financial Express

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